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Mobbing: Erkennen und helfen

Die Leistungskraft eines Unternehmens steht und fällt mit jedem Mitarbeiter. Zum Störfaktor Nummer 1 mutiert Mobbing. Die Hemmschwelle sinkt, da jeder um seinen Arbeitsplatz oder um den seines Kollegen kämpft. Da scheinen fast alle Mittel recht. Laut einer Umfrage von Monster Deutschland und "Junge Karriere, sind " zwei von drei Beschäftigten schon einmal Opfer von Mobbing geworden".

 

Aus dem Inhalt:

  • ... Wer mobbt?
     
  • Mobbing - Hier finden Sie oder Ihre Kollegen Hilfe
     
  • Angreifer - Die häufigsten Mobbingopfer sind ...
     
  • Bieten Sie Mobbing-Opfern an, dass Sie mit ...
     
  • Hilfestellungen zum Mobbing-Thema




Wer mobbt? Mobbing  hat viele unterschiedliche Gesichter:

Während 22,6 Prozent der Befragten erklären, von Kollegen oder vom Chef geschnitten worden zu sein, beklagen 18,9 Prozent, dass sie Aufgaben übernehmen mussten, die weit unter ihrer Qualifikation lagen.

Das Prinzip "Wissen ist Macht" bekamen 14,6 Prozent der Umfrageteilnehmer auf unangenehme Weise zu spüren: Ihnen wurden wichtige, für ihre Arbeit notwendige Informationen vorenthalten.

Leidvolle Erfahrungen mit Gerüchten, die am Arbeitsplatz über sie verbreitet wurden, haben 13,5 Prozent der befragten Beschäftigten gemacht.


Mobbing - Hier finden Sie oder Ihre Kollegen Hilfe


Mit dem Phänomen Mobbing werden die Betriebe in zunehmendem Maße konfrontiert, sodass eine qualifizierte Beschäftigung mit dieser Problematik notwendig und sinnvoll ist.

Das Problem: Mobbing wird oft mit zwischenmenschlichen Konflikten verwechselt, die immer wieder auftreten und sogar zur Steigerung der Kreativität und Produktivität im Betrieb beitragen können.

 

Mobbing „erkennen“ und betroffenen Kollegen helfen

 Mobbing bedeutet, wenn Mitarbeiter aus eigennützigen  Gründen Kollegen attackieren in dem Ausmaß, der sich über einen längeren Zeitraum (mehrere Monate) hinzieht und mit der Absicht verbunden ist, einen Kollegen von seiner Stelle zu vertreiben.

 Mobbing verursacht, dass Kollegen teilweise oder ganz arbeitsunfähig sind. Es schürt die soziale Ausgrenzung anderer Kollegen und behindert die konstruktive Zusammenarbeit. Ein normaler Informationsaustausch ist nicht mehr möglich und das Betriebsklima wird vergiftet. Mobber stören andere Kollegen bei der Arbeit und suchen Bündnispartner zum Schikanieren.

Beobachten Sie Ihre Mitarbeiter und entwickeln Sie ein Gefühl für die Beziehungen der Kollegen untereinander und das Verhalten von Gruppen. Je besser Sie die Kollegen, ihre Beziehungen untereinander, ihre Zugehörigkeit zu den Gruppen einschätzen können, desto mehr entwickeln Sie ein Gespür für mögliche Opfer und


Angreifer - Die häufigsten Mobbingopfer sind keinesfalls nur die „Schwachen“. Prinzipiell kann jeder Kollege Opfer werden. Es gibt jedoch Personengruppen, die eher zur „Zielscheibe“ werden:

Grundsätzlich eher gefährdet sind Zugezogene aus anderen Regionen Deutschlands, neue Kollegen sowie auch Kollegen, die innerhalb des Unternehmens beruflich aufgestiegen sind oder auch, die besonders ehrgeizig sind oder sich besonders mit ihrer Arbeit identifizieren.

Generell kann jeder Kollege zum Mobber oder zum Bündnispartner von Mobbern werden. Achten Sie deshalb besonders auf Kollegen, die sich durch andere Kollegen beruflich oder persönlich bedroht fühlen. Die sich durch die besseren Ideen und Leistungen von einem anderen Kollegen „herabgesetzt oder angegriffen“ fühlen oder deren berufliche Interessen ein anderer Kollege „im Wege steht“.

Mobbing können Sie nur vermeiden oder begrenzen, wenn Sie sich selbst für diese Probleme öffnen, für Ihre Kollegen bei Problemen ansprechbar sind.

Destruktive Verhaltensweisen Ihrer Kollegen müssen erkannt werden, um ihnen so früh wie möglich Einhalt zu gebieten. Alle „kleinen“ Gemeinheiten oder Gerüchte können zu leidvoll bösartigen Verhaltensweisen eskalieren.


Bieten Sie Mobbing-Opfern an, dass Sie mit Ihnen offen und vertraulich sprechen können. Gehen Sie den Hinweisen der Gemobbten nach, ohne den Charakter der konkreten Beschuldigung auszusprechen. Bei realen Vorwürfen gegen Gemobbte, geben Sie diesen die Möglichkeit zur persönlichen Stellungnahme/Richtigstellung. Sagen Sie dem Mobbing-Opfer, wo es weitere Hilfen gibt.

Versuchen Sie eine Atmosphäre zu gestalten, in der Kollegen wissen, dass sie zu Ihnen kommen können und Sie ihnen in Ruhe zuhören. Versuchen Sie herauszufinden, wer welche Gerüchte in die Welt setzt oder verbreitet.

Gemobbte sollten von Ihnen oder auch von Kollegen über kursierende Gerüchte informiert werden.

Die vermuteten Mobber sollten Sie direkt oder in der Form eines gemeinsamen Gesprächs ansprechen und auf mögliche Konsequenzen hinweisen.

Mobber sind die „Heckenschützen“, die teure Arbeitszeit  für die Planung und Durchführung ihrer persönlichen Angriffe vergeuden und sie behindern andere Mitarbeiter oder machen sie arbeitsunfähig.

Hilfestellungen zum Mobbing-Thema bekommen Sie hier:

Die Mobbing-Zentrale e.V. ist in ganz Deutschland tätig.  Sie ist entsprechend
den Postleitzahlbezirken in 10 Bereiche gegliedert.
http://www.mobbing-zentrale.de

http://www.antimobbing.de  erfahren Sie, woran man Mobbing erkennt (Checkup für Unternehmen) sowie erste Hilfe und Tipps für Mobbingopfer. Literaturtipps und Adressen runden das Angebot ab.
 

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