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Schäfchen zählen adé
Schlafen ist etwas Herrliches. Sich nach einem langen Tag in die Kissen kuscheln, langsam wegdämmern, einfach abschalten. Und Schlafen ist gesund. Denn während der Ruhezeit spielt der Körper ein Anti-Aging- und Regenerationsprogramm ab. Alles am Tag Erlernte festigt sich während des Schlafs im Gedächtnis, und der Körper produziert Hormone, die dafür sorgen, dass wir nicht zu dick werden. Aber was ist, wenn wir nicht einschlafen können? Wenn wir uns im Bett hin- und herwälzen und uns der Wunsch, endlich einzuschlafen, erst recht davon abhält?
Zehn Tipps gegen Einschlafstörungen von Dr. Michael Diepers, Neurologe und Radiologe an der Fakultät für Klinische Medizin in Mannheim:
- Viel frische Luft am Tag fördert das Einschlafen. Wer den ganzen Tag im Büro gesessen hat, macht abends noch einen Spaziergang.
- Vor dem Zubettgehen keine aufregenden Fernsehfilme anschauen, das wühlt zu sehr auf. Am besten auf Fernsehen direkt vor dem Schlafen ganz verzichten. Und der Fernseher im Schlafzimmer ist grundsätzlich tabu.
- Das Schlafzimmer nicht (über-)heizen. Eine Temperatur von 18 Grad reicht aus. Vor dem Schlafengehen das Schlafzimmer gut lüften und - bei entsprechenden Außentemperaturen - auch über Nacht das Fenster geöffnet lassen, falls es draußen nicht zu laut ist.
- Kein schweres Essen vor dem Schlafen zu sich nehmen. Der Magen ist sonst zu sehr mit dem Verdauen beschäftigt, das Einschlafen kann sich verzögern.
- Ein warmes Bad entspannt die Muskeln und sorgt für die nötige Bettschwere. Das Bad zwei Stunden vor dem Schlafengehen nehmen und eine Badetemperatur von 37 Grad nicht überschreiten.
- Nur bei Müdigkeit ins Bett gehen. Wer sich noch nicht schläfrig fühlt, sollte noch aufbleiben und sich beschäftigen.
- Wer sich im Bett nur herumwälzt und keinen Schlaf findet, steht besser wieder auf. Ein paar Seiten lesen, entspannende Musik hören oder z. B. bügeln - meist stellt sich die gewünschte Schläfrigkeit dann schnell ein.
- Entspannungsübungen machen. Progressive Muskelentspannung, autogenes Training oder Yoga fördern die Beruhigung von Körper und Geist.
- Unbedingt wach bleiben wollen. So, wie der Gedanke, endlich einschlafen zu müssen, eher das Gegenteil bewirkt, kann der Vorsatz des Wachbleibens ebenfalls zum Gegenteil führen.
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