Zum Thema "Nächtliches Einnässen"

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blues

Zum Thema "Nächtliches Einnässen"

Beitrag von blues » 10.05.2007, 08:59

Quelle : WEB.DE - Gesundheit :
Ab einem gewissen Alter ist es für Kinder sehr peinlich: Wenn sie morgens im Bett feststellen, das nachts etwas in die Hose gegangen ist. Viele Eltern machen sich dann Sorgen und oft auch Vorwürfe.

Kindern ist es peinlich, wenn sie nachts einnässen.
Dabei ist Einnässen häufig genetisch bedingt. Und mit der richtigen Behandlung bekommen die Kinder es in den Griff. Eltern dürfen allerdings keinen Druck ausüben.

Wenn ein fünf- oder sechsjähriges Kind noch nicht trocken ist und immer wieder, jedoch ausschließlich nachts einnässt, sprechen Mediziner von monosymptomatischer primärer Enuresis. "Etwa ein Drittel aller Fünfjährigen nässt nachts ein.

Bei jährlich 15 Prozent der Betroffenen erledigt sich dies ohne irgendeine Therapie", erläutert Prof. Daniela Schultz-Lampel, Urologin und Leiterin des Inkontinenzzentrums in Villingen-Schwenningen. Trotzdem sollten Eltern bei Kindern ab fünf Jahren die Ursachen des Einnässens klären.
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"Viele Eltern, besonders Mütter, werden von Schuldgefühlen geplagt. Sie machen sich Gedanken, was sie in der Erziehung falsch gemacht haben, ob sie zu früh wieder zur Arbeit gegangen sind und Ähnliches", sagt Prof. Alexander von Gontard, Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg.

Dabei sei nächtliches Einnässen eine genetisch bestimmte Störung, und zwar eine Reifungsstörung des zentralen Nervensystems. "60 bis 80 Prozent aller betroffenen Kinder haben Verwandte, die eingenässt haben. Das ist leider noch immer viel zu wenig bekannt."

Neben genetischen Faktoren gibt es medizinische Gründe, die nächtliches Einnässen verursachen können. Sie müssen vor einer Therapie geklärt werden. "Erster Ansprechpartner für die Diagnose ist der Kinderarzt", sagt Helmut Schreiber vom Selbsthilfeverband Inkontinenz in Augsburg.

"Es gibt jedoch auch Urologen oder Urologische Kliniken, die auf Kinder spezialisiert sind." Eine körperliche Untersuchung ergänzt durch eine Ultraschalluntersuchung der Nieren und Harnwege gibt Aufschluss über mögliche Fehlbildungen. Mit Hilfe von Urin- und Blutuntersuchungen werden Infektionen ausgeschlossen.
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