Ich nenne das unterlassene Hilfesleistung!

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grittel

Ich nenne das unterlassene Hilfesleistung!

Beitrag von grittel » 02.11.2010, 20:47

Als wir heute morgen zu meiner Schwiemu kamen, lag sie im Bett, nicht fähig sich zu bewegen. Ihr Rücken schmerzte und sie konnte sich nicht auf den Beinen halten.
Also haben wir den Notarzt gerufen und ihren Arzt informiert, der sie zur Notaufnahme in eine Klinik bei einem gewissen Arzt überwies. Dort angekommen, ca 40 km gefahren, wurden wir abgewiesen, von einem Dr.von und zu, mit der Begründung, er sei dafür nicht zuständig! Obwohl wir die Überweisung von unserem Arzt hatten und der mit diesem telefoniert hatte. Meine Bitte, die Patientin doch wenigstens anzusehen, denn meine Schwiemu hatte sehr starke Schmerzen, und ihr war speiübel, schmetterte er nieder und machte einfach seine Tür vor unserer Nase zu!
Der Sanitäter vom DRK lies laut verlauten, dass so ein arrogantes Ar....wohl nicht als Arzt arbeiten dürfte! Und ich weiß echt nicht mehr, was ich losgelassen habe..............Ich habe dann den überweisenden Arzt angerufen, wo ich die Dame an der Rezeption zusammengefaltet habe, was das sollte. Nun sollten wir in die Uniklinik nach Heidelberg fahren. Aber hierfür hatten wir keine Einweisung. Also musste mein Mann diese holen. In Heidelberg angekommen wollte man uns nicht annehmen, da die Überweisung noch nicht vor Ort war.
Nun hatte ich aber den Kanal echt voll, und die Sanitäter wohl auch, denn sie bugsierten uns direkt zur Notaufnahme. Und dort ging das Gezeter dann ers recht los.
Ich muss aber gestehen, ich wusste echt nicht, wie man in manchen Situationen Stärke beweist. Ich bin nun stur neben der Trage von Schwiemu geblieben und keinen cm gewichen! Ganze 3 ! Std., bis dann endlich die Untersuchung zu gange kam. Und das Ende vom Lied, Schwiemu hat einen Wirbel gebrochen, der einen Nerv einklemmt, der die Blase beeinträchtigt und muss sofort operiert werden! Sie darf sich bis dahin nicht bewegen, ansonsten droht eine Querschnittslähmung!
"Warum wir nicht ein paar Stunden früher gekommen sind, wurden wir gefragt..........das grenzt eigentlich nur an Spott, des Herrn von und zu.............
Über den Arzt in der ersten Klinik sind wir echt sauer, und am überlegen, ob wir ihn nicht anzeigen, wegen unterlassener Hilfeleistung.
So, nun wollen wir nur hoffen, dass alles gut geht.
lg grittel

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Rosenfan
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Beitrag von Rosenfan » 03.11.2010, 08:34

Liebe Grittel
Fühl Dich erst mal gedrückt.
Das ist doch der Hammer ! Das ist der Alptraum vieler Leute, einen Kranken zu haben und keine Hilfe zu bekommen. :nein: Deine arme Schwiegermutter. Muss mit ihren Schmerzen da ewig ausharren. Und ihr musstet das auch alles mitmachen, blos weil ein Arzt sich nicht zuständig fühlt. Eure Nerven waren bestimmt im Keller. Ich glaube, ich würde da auch ausrasten.
Zum Glück ist sie jetzt mal gut versorgt.
Ich würde den Arzt auch anzeigen, wenn denen auch meistens nicht viel passiert. Aber eine auf den Deckel könnte er gut gebrauchen. Der Mann hat doch seinen Beruf verfehlt. Auch wenn sie heute nicht mehr soviel verdienen, sollten sie in erster Linie den Menschen helfen. Die haben doch den Hippokrates -Eid geschworen.
Ich wünsche deiner Schwiegermutter alles Gute und Euch auch. Ich hoffe sie wird wieder ganz gesund.
LG Rosenfan


Laufe nicht bevor Du gehen gelernt hast.

Allegra

Beitrag von Allegra » 03.11.2010, 19:33

Grittel, die Geschichte schlägt schon das Fass aus dem Boden!
Ich gebe dir einen Tip, schreibe dir den Namen des Arztes auf, der die abgewiesen hat. Auch den Ablauf und gehe zu zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung und melde es gleichzeitig der Kasse.
Dort kannst du dich auch erkundigen was für Möglichkeiten du hast! Sollte dies nicht funktionieren kannst du immer noch einen anwalt nehmen, bedenke aber dabei das dies ein langes Elend wird, ob es dann deiner Schw. Mutter hilft ist ein anderes Thema. Ein Versuch wäre es wert.

Deiner Schwiegermutter gute Besserung

Lg. Allegra

Vicky

Beitrag von Vicky » 03.11.2010, 20:20

Das wird ja immer verrückter............
Aber Grittel, sowas ist leider nicht der Einzelfall.
Und sowas bringt mich wirklich in Rage.
Aber man kaum daran was ändern.
Was Allegra vorgeschlagen hat, mach ruhig. Klagen, naja,das kann eine lange Geschichte werden und ob die zu Euren Gunsten ausgeht, steht in den Sternen..........
Muss eine Notaufnahme nicht jeden aufnehmen oder ist das nur in den USA so ?

Alles Gute für Deine Schwiegermama.
Und wie gehts denn den anderen in Deiner Familie?

Allegra

Beitrag von Allegra » 03.11.2010, 20:48

@ Vicky
Muss eine Notaufnahme nicht jeden aufnehmen oder ist das nur in den USA so ?
Das ist eine gute Frage Vicky, denn wenn die Klinik nicht über eine NA verfügt, sieht es so aus das man ablehnen kann!
Auch steht die Option "Wir hatten keine Betten zur Verfügung" all das ist ein Argument leider.............................
Ich hatte den Fall, das eine Frau mit starken Rückenschmerzen kam. Diese Frau konnte sich schier nicht mehr rühren in etwa so wie Grittel es beschreibt. Schreckliche Schmerzen plagten sie, ich schickte sie sofort zum röntgen in eine angrenzende Klinik, die riefen mich an und meinten sie hätten jetzt keinen Termin. Ich platzte und beschrieb ihr meinen Verdacht auf eine Fraktur. sie lehnte trotzdem ab! Na gut ich dachte habe wohl bessere Chancen, aber ich machte diese Angestellte echt zur Sa... ging nicht anders! Sie solle sich warm anziehen , wenn dieser Patientin was passiert! Ein Krankenwagen( somit war sie in medizinischer Begleitung) fuhr sie sofort in eine andere Klinik
wo sie stationär aufgenommen wurde, ihr Rückenwirbel LWS also im Lendenbereich waren gebrochen, das Risiko einer Lähmung war 80% u. das reicht weis Gott! (U. ich dachte noch an einen Bandscheibenschaden! :eek:)
Es ist nicht einfach Grittel, diese Prozesse, ja die können lang gehen, da ist die Kompetenz eines medizinischen Anwaltes gefragt, der die Notwendigkeit der Erkrankung, also einer Aufnahme gut wiederlegen sollte!

LG: Allegra

grittel

Beitrag von grittel » 04.11.2010, 08:04

so, nun bin ich ein bisserl runtergekommen! Mein Blutdruck ist wieder runter und SchwiegerMuttern hat die OP soweit überstanden. Sie ist allerdings noch nicht bei Bewusstsein und auf der Intensiv. Sie wurde gestern morgen 8 Std! operiert.
Und der Arzt..ja, da hab ich in der Klinik angerufen und wurde sogar mit dem Chefarzt verbunden, laut Sekretärin bearbeitet er solche "Anliegen" gerne selbst" War schon mal was. Nur hat sich nun rausgestellt, der Arzt steht nicht unter Vertrag mit der Klinik, sondern hat dort nur Praxisräume angemietet und Belegbetten!
Aber er würde diesen Arzt trotzdem ansprechen, denn hier ginge es ja wohl auch um den Ruf der Klinik.

Die Notaufnahme, das weiß ich nun, muss jeden aufnehmen, egal ob oder ohne Krankenkarte, mit dem Rettungswagen gebracht, oder ohne.

Mittlerweile wissen wir auch, ein paar Stunden später und unsere Mutter hätte eine Querschnittslähmung behalten. Durch den Druck des Wirbel auf den Nerv hatte sich auch eine Schwellung ergeben, die auf das Rückgrat drückte. Dies ist durch die OP nun behoben worden. Näheres, ob mit Platte versteift, werden wir heute erfahren.
Und der Schwiegervater wird heute operiert. Er liegt in der Thorax Klinik, und hat, das hat man festgestellt, einen Lungentumor und auch schon Metastasen. Mit oder ohne Chemo nach der Operation hat er noch eine Lebenserwartung von 3 Monaten. Aber auch nur, wenn er ein Kämpfer ist, so der Arzt. Allerdings war mein Schwiegervater nie ein Kämpfer.

Ich muss momentan nur aufpassen, dass mir mein Blutdruck nicht zu nach oben sausst, vor lauter Aufregung.
Und was macht meine dusslige Schwägerin? Wir sagen nix zu unserem Vater, aber sie muss es ihm sagen! Und das vor der OP.

lg grittel

grittel

Beitrag von grittel » 04.11.2010, 08:16

Vicky hat geschrieben:Das wird ja immer verrückter............
Aber Grittel, sowas ist leider nicht der Einzelfall.
Und sowas bringt mich wirklich in Rage.
Aber man kaum daran was ändern.
Was Allegra vorgeschlagen hat, mach ruhig. Klagen, naja,das kann eine lange Geschichte werden und ob die zu Euren Gunsten ausgeht, steht in den Sternen..........
Muss eine Notaufnahme nicht jeden aufnehmen oder ist das nur in den USA so ?

Alles Gute für Deine Schwiegermama.
Und wie gehts denn den anderen in Deiner Familie?
Tja, wie geht es dem Rest?
Schwievater wird ebenfalls heute operiert. Die Lebenserwartung ist leider nur noch 3 Monate.
Meine Schwägerinnen vergehen vor Selbstmitleid, da hat nämlich momentan mein Mann den Geldhahn zugedreht, monatliche Schenkungen werden gesperrt!
Es sind 4 Kinder da, und nur 2 kümmern sich! Die anderen beiden holen sich immer nur das Taschengeld ab.
Und, was wir nun im Haus der Schwieeltern festgestellt haben, Es wurde seit Jahren nicht mehr geputzt, die Toiletten sind dunkel, die Fenster hinter den Rolladen sind voll mit Spinnpappen!
Warum wir das nicht gesehen haben? Wir wurden immer nur in einem Zimmer empfangen, alle anderen waren zu, auf Bitten , können wir helfen, hauptsächlich von mir und meinem Mann, wurden wir immer abgewiesen.
"Wieso," bei uns ist es nicht dreckig, wir wollen keine Hilfe!
Ich bin mir vorgestern vorgekommen wie in einer billigen Soap Serie, als die Zimmer geöffnet habe und die Wäsche fürs KKH richten wollte. Es ist nicht zu beschreiben! Habe dann alles neu gekauft! Überall ist Geld versteckt, ich bekam fast ne Krise!
So, nun hab ich meine Schwägerinnen abkomandiert zum putzen, bevor die Eltern nach Hause kommen.
Und was meint die eine? "Man kann doch nicht einfach die Intimsphäre der Eltern..............." ich hab dann dazu nur gemeint, nehmen ist eins, geben die andere, und weggucken sehr einfach. Aber damit ist nun Ende.

Na ja, aber ich muss nu afhören, sonst geht mein Blutdruck wieder in den Himmel...
lg grittel

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Beitrag von Rosenfan » 04.11.2010, 10:01

Hallo Grittel,

das was Du da beschreibst kenne ich nur zu gut. Bei uns war es ganz ähnlich. Das mit deinem Schwiegervater tut mir leid. Aber der ganze Ärger drumherum müsste nicht sein, wenn alle zusammenhalten würden.
Ich finde es toll, wie Du trotzdem für deine Schwigereltern da bist, wenn auch nicht immer alles richtig gelaufen ist. Ich wünsche den beiden nochmals gute Besserung.
LG Rosenfan


Laufe nicht bevor Du gehen gelernt hast.

Vicky

Beitrag von Vicky » 04.11.2010, 13:01

Himmel Grittel,

da kommt aber einiges zusammen. Es ist nicht einfach, aber bitte achte dabei immer auf Dich mit.
Versuche ruhig zu bleiben und reg Dich nicht so dolle auf, wenn die Dinge schon gelaufen sind und man nichts mehr ändern kann.
Ich weiß, das ist leichter gesagt, als getan, aber versuchs wenigstens.

Was Deinen Schwiegervater angeht, warum muss er diese OP noch machen, wenn es so schlecht aussieht und seine Lebenserwartung mit oder ohne OP nicht mehr hoch ist ?
Könnte es nicht reichen, ihm die Zeit, die er noch hat, irgendwie erträglich zu machen ?
Haben denn die Ärzte mit Euch geredet, warum das noch nötig ist ?
Ich muss da an meinen Vater denken, der mit fast 90 einen Darnkrebs hatte und ich musste wirklich arg rudern, um die Ärzte von einer OP und was nachher noch so kommt, abzubringen.
Aber zum ersten Mal, seit ich den Doc kenne (der kam etwa zur gleichen Zeit in unser KH, wie ich), war der mal auf meiner Seite und er hat sich auch auf Schmerztherapie und falls es zu einer Blockierung des Darmes käme, nur soviel gemacht wird, wie unbedingt nötig.
Ich verstehe manchmal Ärzte wirklich nicht.

Dir Grittel und Deinem Mann wünsche ich genug Kraf,t um das alles jetzt zu überstehen und dass die Schwiegermom sich gut erholt.
Und das machst Du richtig, dass die Schwestern nun auch mal was Nützliches machen.
Du vergisst nicht, auch auf Dich auzupassen, okay ???

Vicky

Beitrag von Vicky » 04.11.2010, 13:07

Ich nochmal Grittel,

wenn eine Chemo nix mehr bringt, hilft die OP denn ?
Oder steh ich wieder mal auf der Leitung ?

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Beitrag von indigo » 04.11.2010, 19:01

Rosenfan hat geschrieben:Hallo Grittel,

das was Du da beschreibst kenne ich nur zu gut. Bei uns war es ganz ähnlich. Das mit deinem Schwiegervater tut mir leid. Aber der ganze Ärger drumherum müsste nicht sein, wenn alle zusammenhalten würden.
Ich finde es toll, wie Du trotzdem für deine Schwigereltern da bist, wenn auch nicht immer alles richtig gelaufen ist. Ich wünsche den beiden nochmals gute Besserung.
Ich kann mich dem nur anschließen @grittel.
Ähnliches haben wir bei Schwieeltern erlebt.
Es grüßt Bild 'lichst indigo
-Eine blaue Träne der Aphrodite-

Vicky

Beitrag von Vicky » 04.11.2010, 19:08

Grittel, gibts denn schon neue Erkenntnisse ?
Wie ist die Lage ?
Und wie gehts Dir ?

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Beitrag von Sandrine » 04.11.2010, 19:25

Hallo gritel
ich bin entzetzt, wie ihr behandelt wurdet.
Genau diesen "Ar..." solltet ihr anzeigen, aber auf jeden Fall einen Denkzettel verabreichen durch einen Anwalt oder wie Allegra sagt, die Kasse benachrichtigen und die dazugehörenden Stellen.

Was hast Du im Moment für einen Kopf und dann diese dummen Menschen, die nicht die Intimsfähre stören wollen.
Meine Güte, ich weiß, was Du jetzt durchmachst.
Ähnliches erlebten wir mit Schwiegervater.
Verkommen war seine Wohnung, obwohl man immer sagte, er würde versorgt werden...........und nadere strichen die 100derter ein, was mir egal war, weil ich glaubte, er ist versorgt.
Nun aber zu Dir.
Wie geht es den Schwie...eltern? Wie haben sie die OP überstanden?
Was wird sein, wenn sie nicht mehr allein leben können?

Ich denke, Du hast so dolle den Kopf voll.
Sei gewiss, wir sind gern für Dich da und hören Dir zu.
Lass raus, sonst wirst Du noch krank.

Dicke Bussi und sei lieb geknuddelt von Sandrine
Wie geht es Dir?
liebe Grüsse von Sandrine

werde bloß nicht bequem, sonst zieht an dir das Leben vorbei
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Vicky

Beitrag von Vicky » 04.11.2010, 19:57

Grittel und Allegra,

mir ist da auch noch was eingefallen.
In Thüringen bekommt ein Kind Fieber und die Eltern kriegen es mit der Angst , rufen den Notdienst.
Die sehen, dass da wirklich was Ernstes vorliegt, laden das Kind ein und fahren in eine Klinik. Die nimmt das Kind nicht auf, Auch das nächste KH nicht und das übernächste auch nicht.
Also wirds in Sachsen versucht, es hat niemand auch nur einmal das Kind
untersucht.
Nach Stunden Irrfahrt stirbt das Mädchen.
Was hatte das Kind ?
Eine Meningitis und wenn irgendein Arzt dem Kind ABs gegeben hätte, könnte das KInd noch leben.
Nach dem Schock haben die Eltern versucht, zu klagen. Es gibt Gutachten und Gegengutachten, die KHs schieben sich gegenseitig die Schuld in die Schuhe ...................
Die letzte Geschichte hab ich gehört, dass die Klage abgewiesen wurde, weil man unter den beteiligten Kliniken nicht die finden konnte, die die Schuld trug.
Die Eltern wollten aber weitermachen.
Aber für sowas muss man gute Nerven haben.

Und in DK ? Da ist ein Mann mit seiner Frau in ein KH gefahren,weil die Frau bewusslos wurde.
In dem Land muss man aber bestimmte Vorschriften einhalten. Himmel, wer denkt denn in solchen Momenten an den Amtsschimmel.
Die Ärzte jedenfalls haben sich nicht um die Frau gekümmert, die wenig später vor der Klinik verstorben ist.

Jetzt liegen in den Ferienhäusern Zettel, wo man nachlesen kann, wie man sich richtig verhält.
In Panik und Angst wird sich das auch jeder erst mal durchlesen ..........

Grittel, das ist kein Trost für Dich, sollte es auch nicht sein, aber ich frage mich, warum Ärzte sich so verhalten.
Sollte denn das Ziel nicht die Hilfe für Kranke sein ?

Wenn ich einen Fehler gemacht hätte bei einer Untersuchung z.B., so hats unser Prof immer gesagt, dann steht man mit einem Bein im Knast.
Wie jetzt, Personal ja und Ärzte nicht ?

grittel

Beitrag von grittel » 04.11.2010, 20:00

Vicky hat geschrieben:Ich nochmal Grittel,

wenn eine Chemo nix mehr bringt, hilft die OP denn ?
Oder steh ich wieder mal auf der Leitung ?
heute war noch mal Bronchoskopie. Wie das Ergebnis ist, müssen wir noch abwarten. Dauert ca 4 Tage. Aber von der ersten wissen wir ja, es ist ein Tumor.
Aber Vater ist noch voll da und kann und darf selbst entscheiden. Mal sehen, was da raus kommt.
Nur werden wir ihm nicht sagen, wie lange man ihm noch gibt. Er sit eh schon labil.............

grittel

Beitrag von grittel » 04.11.2010, 20:05

Sandrine hat geschrieben:Hallo gritel
ich bin entzetzt, wie ihr behandelt wurdet.
Genau diesen "Ar..." solltet ihr anzeigen, aber auf jeden Fall einen Denkzettel verabreichen durch einen Anwalt oder wie Allegra sagt, die Kasse benachrichtigen und die dazugehörenden Stellen.

Was hast Du im Moment für einen Kopf und dann diese dummen Menschen, die nicht die Intimsfähre stören wollen.
Meine Güte, ich weiß, was Du jetzt durchmachst.
Ähnliches erlebten wir mit Schwiegervater.
Verkommen war seine Wohnung, obwohl man immer sagte, er würde versorgt werden...........und nadere strichen die 100derter ein, was mir egal war, weil ich glaubte, er ist versorgt.
Nun aber zu Dir.
Wie geht es den Schwie...eltern? Wie haben sie die OP überstanden?
Was wird sein, wenn sie nicht mehr allein leben können?

Ich denke, Du hast so dolle den Kopf voll.
Sei gewiss, wir sind gern für Dich da und hören Dir zu.
Lass raus, sonst wirst Du noch krank.

Dicke Bussi und sei lieb geknuddelt von Sandrine
Wie geht es Dir?
Schwiemus OP ist positiv verlaufen, hat 8 Titanschrauben und wird auch ein festes Korsett bekommen,und der OA meinte heute, in 10 Tagen kann sie evtl. entlassen werden. Und dann, dann müssen wir reagierne. Aber wie, das weiß noch keiner. Ist sie fähig, selbst zu leben, wieviel Hilfe braucht sie, müssen wir das Elternhaus verkaufen und beide in betreutes Wohnen geben? Alle sind arbeiten, und eine andere Möglichkeit wird es wohl nicht geben. Denn beide können wir nicht mehr alleine lassen.
Den Autoschlüssel werde ich vorsorglich behalten, bei Vater weiß man nie....

grittel

Beitrag von grittel » 04.11.2010, 20:13

Vicky hat geschrieben:Grittel und Allegra,

, die wenig später vor der Klinik verstorben ist.

.
Wie jetzt, Personal ja und Ärzte nicht ?
Tja, und der oA hat gemeint, 2 Stunden später und es wäre.................diesen Gedanken werde ich nicht weiterdenken!

Meine Schwägerin war heute hier. Und deren Mann hat heute noch eins drauf gesetzt: ER lässt sich scheiden! (War zu erwarten, hätte ich bei der Frau schon lange getan)
Gut, ich sage mal, endlich, war ein echtes Schwein, ( aber da ist sie selber schuld, keiner hat sie gezwungen den zu heiraten und sich dann noch 3 Kinder andrehen zu lassen) aber sie trauert auch hier und hat mir 3 Stunden die Nerven geraubt ................! himmel, bin ich denn ne Müllkippe? Hab ich nicht selbst genug zu tragen............Aber nee, mir sieht man ja nix an! Und ich blöde Kuh jammere ja schließlich nicht..............,
mir reichts heute echt!

danke für euere lieben Mitstreicheleinheiten, tun gut!
lg grittel

Vicky

Beitrag von Vicky » 04.11.2010, 20:30

Hi Grittel,

das ist eine gute Frage, wie gehts nun weiter.
Als sich mein Vater von seinem Infarkt erholt hatte, haben wir einen Termin mit einer Sozialtante gemacht. (ich weiß nicht mehr, wie sich das nanntem was die tut).
Da wurde erst der Vorschlag gemacht, dass mein Vater in eine spezielle Einrichtung (Geriatrie) verlegt werden sollte und dort mache die Leute ihn wieder fit.
Aber schon da war klar, dass er nicht mehr allein wohnen konnte.
Im Seniorenheim war kein Platz frei und so kam er erst in ein Heim, die Kurzzeitpflege machen, meistens 4 Wochen.
Sie haben ihn da behalten, bis ein Platz hier frei war, nahe an meinem Haus.
Vorher hatte er jeden Tag Essen geliefert bekommen und jemand hat nach ihm gesehen. Wenn wir nicht da waren, hat das eine Frau von der Kirche übernommen, spazierengehen, beschäftigen usw.
Organisiert hatte das die Arbeiterwohlfahrt, da kannte ich die Leiterin noch aus der KH-Zeit.
Wir wussten am Anfang auch nicht, wie das weitergehen sollte.
Als meine Ma gestorben war, da konnte man irgendwie zugucken,wie mein Vater , wie soll ich das beschreiben, wie ein Blume war, die langsam welkt.
Und Du, liebe Grittel musst zusammen mit Deinem Mann nach einer Lösung suchen, denn ich glaube auch nicht, dass die Beiden ihren Haushalt selbstständig machen können.Und wie Du erwähnt hast, wollten sie keine Hilfe haben, was das Putzen z.B. anging.
Vllt.ist es ihnen aber angenehmer, wenn ein außenstehender das macht, als dass die Kinder kommen und vllt. sagen, wie siehts denn nur aus bei Euch ö.ä.
Vllt. macht Ihr einen Gesprächstermin mit dem jeweiligen Doc der Beiden aus, damit Ihr erst mal wisst, wie die Patienten klar kommen würden, draußen.
Lass Dich nicht abwimmeln, besteh auf so einen Termin.
Irgendwie bekommt man dann auch eine Richtun gewiesen, wer weiterhelfen kann.
Ach Mensch Grittel............Mir tut das alles wirklich leid............

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Beitrag von Sandrine » 05.11.2010, 12:08

gritel

lass Dich nicht zumüllen.

Die Sorgen um die Schwie...eltern sind doch wichtiger und alles andere hatte doch schon vorher gegärt.......was die andere Verwandtschaft angeht.
Priorität hat erst einmal Vorang, was die Eltern angeht.
Wir machten es so, als Schie...vater mit Lungenentzündung ins Krankenhaus mußte, dass er sofort danach einen Pflegeplatz in einem Seniorenheim bekam.
Allein in dem 23 Km entfernten Ort von uns konnte er nicht wieder zurück, also war die schnelle Möglichkeit gefragt.
Wir hatten gerade die Pflege meines Vaters hinter uns und den Tod von Schwiemutter auch und Geschäft mußte auch weiter laufen und ich war sowieso toteralstot.
Eine neue Pflege hätte ich nie heschafft.

Gut, dass der Autoschlüssel in "Gewahrsam" ist.

Ich wünsche Dir viel Kraft für das Wesendliche und lass Dich nicht unterkriegen
liebe Grüsse von Sandrine

werde bloß nicht bequem, sonst zieht an dir das Leben vorbei
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Vicky

Beitrag von Vicky » 05.11.2010, 12:51

Zum ersten Mal fällt mir jetzt nichts Gescheites mehr ein.
Nur, dass Du eben jetzt zur Zeit nicht noch von anderen Querelen ertragen kannst,denke ich mal.
Wenn Dir noch jemand die Ohren mit seinem Kram vollsabbelt, schmeiß den oder die irgendwie elegant aus dem Haus.
Noch einen Rat oder eine Erfahrung...........
Wenn noch so schlimme Sachen passieren und wenn man denkt, man kann nicht mehr..............Grittel, es gibt immer wieder Wege aus diesem Chaos raus, das Dich jetzt im Griff hat, wenn es auch vllt. ein wenig dauert....
Es ist aber wahr, alles geht früher oder später vorbei!
Vergiss das bitte nicht, es ist für Dich besser, wenn Du Dir diesen Gedanken erhältst.
Mit lieben Gedanken an Dich, dass Du diesen Tag einigermaßen über die Runden bringst.
Herzlichst
B. Vicky

grittel

Beitrag von grittel » 06.11.2010, 07:38

Vicky hat geschrieben:Zum ersten Mal fällt mir jetzt nichts Gescheites mehr ein.
Nur, dass Du eben jetzt zur Zeit nicht noch von anderen Querelen ertragen kannst,denke ich mal.
Wenn Dir noch jemand die Ohren mit seinem Kram vollsabbelt, schmeiß den oder die irgendwie elegant aus dem Haus.
Noch einen Rat oder eine Erfahrung...........
Wenn noch so schlimme Sachen passieren und wenn man denkt, man kann nicht mehr..............Grittel, es gibt immer wieder Wege aus diesem Chaos raus, das Dich jetzt im Griff hat, wenn es auch vllt. ein wenig dauert....
Es ist aber wahr, alles geht früher oder später vorbei!
Vergiss das bitte nicht, es ist für Dich besser, wenn Du Dir diesen Gedanken erhältst.
Mit lieben Gedanken an Dich, dass Du diesen Tag einigermaßen über die Runden bringst.
Herzlichst
B. Vicky
tja, das einzig positive ist, dass ich nächste Woche voll arbeiten darf! Und da brauch ich vollen Einsatz. Und den werde ich geben. Sollen ruhig die anderen...................


lg grittel

Vicky

Beitrag von Vicky » 06.11.2010, 19:05

Ich werde jedenfalls immer mal an Dich denken und Dir gute Gedanken schicken.........
Ob die ankommen, naja, garantieren kann ich das nicht, aber ich versuchs.

Wenn ich wieder so gut drauf bin, wie ich es gerne hätte, bekommst Du auch noch mal richtige Post, okay ?
Jetzt genieße mit Deinem Eheschatz den Abend und denk einfach mal ein paar Stunden nur an was Schönes.

Machs gut, meine "Kleine"
halt die Ohrchen immer schön steif, gelle !!?
Ganz liebe Grüße
Vicky

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Beitrag von Rosenfan » 07.11.2010, 09:25

Hallo Grittel,

meistens kommt gleich alles auf einmal. Ich wünsche Dir viel Kraft in der schweren Zeit. Ja und die anderen dürfen ruihg auch mal mit anpacken.
LG Rosenfan


Laufe nicht bevor Du gehen gelernt hast.

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