Kulinarischer Frühlingsanfang mit frischen Spinatideen

Antworten
admin2

Kulinarischer Frühlingsanfang mit frischen Spinatideen

Beitrag von admin2 » 05.03.2007, 21:00

Kulinarischer Frühlingsanfang mit frischen Spinatideen


Als verführerischer Frühlingsbote begeistert das beliebte Blattgemüse alle
Jahre wieder: Ab März kommt der erste, junge Spinat wieder frisch vom
heimischen Feld. Er schmeckt jetzt nicht nur besonders zart und mild,
sondern zaubert mit seinem Grün auch frische Farbe auf den Teller. In der
Küche erweist er sich als wahres Multitalent. Er veredelt Suppen, Soufflés,
Pasta- und Kartoffelgerichte, dient als köstliche Beilage und ist längst nicht
nur gekocht, sondern auch als Salat zu empfehlen.


Spinat als Rohkost? Das ist nicht nur delikat und raffiniert, sondern auch aus
ernährungsphysiologischen Gründen sinnvoll: In der Hitparade der
Gemüsesorten steht Spinat mit seinem hohen Gehalt an Carotinoiden ganz
weit oben. Diese sekundären Pflanzenstoffe haben in der Wissenschaft in
den letzten Jahren für viel Furore gesorgt. Und ob Fastenzeit oder Feiertage
- mit nur 16 Kilokalorien pro 100 Gramm zeigt sich Spinat stets als
ausgesprochen figurfreundlich. Darüber hinaus punktet Spinat mit fast der
ganzen Palette an B-Vitaminen, dazu reichlich Vitamin A, dem so genannten
Augenschutzvitamin. Auch glänzt Spinat mit hochwertigem Eiweiß und vielen
lebenswichtigen Mineralstoffen wie Magnesium und Calcium. Der
Eisengehalt von Spinat ist nicht so sensationell hoch wie lange Zeit
angenommen, aber immerhin stecken rund vier Milligramm in einer
100-Gramm-Portion. Um die Verwertbarkeit des Spinateisens
beziehungsweise generell von pflanzlichem Eisen zu verbessern, raten
Ernährungswissenschaftler, Vitamin C-reiche Lebensmittel wie Paprikasalat
oder Johannisbeersaft dazu zu kombinieren.


Gut zu wissen: In ein feuchtes Tuch eingeschlagen und im Gemüsefach kühl
gelagert, bleiben die empfindlichen Blätter maximal zwei Tage frisch, daher
nach dem Einkauf möglichst rasch verwenden. Das Geheimnis der
Zubereitung liegt im gründlichen Waschen, um eventuell anhaftende Erde
vollständig zu entfernen. Am besten funktioniert das mit Hilfe einer
Salatschleuder. Alles andere ist dann wirklich ein Kinderspiel, denn beim
zarten Frühjahrsspinat sind ohnehin kaum größere Stängel zu entfernen.


Seinen Geschmack erhält Spinat am besten, wenn er roh zubereitet oder nur
kurz gedünstet wird. Dazu etwas Butter zerlassen, nach Wunsch Knoblauch
und Schalotten darin glasig werden lassen, Spinatblätter tropfnass
hinzufügen und das kleine Wunder im Topf beobachten – ruck, zuck fallen
die Blätter auf einen Bruchteil ihres ursprünglichen Volumens zusammen. Für
die schnelle Küche einfach praktisch: Bereits nach acht bis zehn Minuten
sind sie gar. Jetzt nur noch mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen oder – wer
es exotisch mag – mit einem Hauch Safran. Eventuell einen Schuss Sahne
zugießen, schon kann das leckere Spinatgemüse serviert werden. Und so
wird ein feines, gästetaugliches Gourmetsüppchen daraus: einfach das frisch
gedünstete Gemüse mit Brühe aufgießen, pürieren, mit Crème fraîche
verfeinern und mit Weißbrotcroûtons, Schinkenwürfeln und gerösteten
Mandelstiften bestreuen – sehr lecker. Oder als weitere Variante zum
gedünsteten Spinatgemüse luftgetrockneten rohen Schinken, eine kleine
Handvoll Pinienkerne sowie frisch gekochte Tagliatelle zugeben, alles gut
durchschwenken, und fertig ist ein schmackhafter, mediterraner Genuss.


Die alte Weisheit, Spinat dürfe nicht aufgewärmt werden, gilt in Zeiten
moderner Kühltechnik nicht mehr. Allerdings sollten einige Hygiene-Regeln
beachtet werden: Spinatgerichte niemals warmhalten, sondern schnell
abkühlen, im Kühlschrank höchstens einen Tag aufheben und erst
unmittelbar vor dem Erwärmen aus dem Kühlschrank nehmen. Ordentliches
Erhitzen ist ein Muss, das heißt, den Spinat zehn Minuten auf mindestens
70 Grad gleichmäßig erhitzen. Für Babys und Kleinkinder ist das allerdings
absolut tabu: Sie dürfen Spinat weder aufgewärmt noch roh verzehren. Durch
Lagerung von Spinat kann Nitrit entstehen, das mit dem roten Blutfarbstoff
reagieren kann. Für Erwachsene ist das kein Problem, bei den Kleinen
dagegen ist das körpereigene Enzymsystem, das diese Reaktion rückgängig
macht, noch zu schwach ausgebildet.

_________________________________________________________________________


- Spinat ist als Salat besonders schmackhaft -

Spinat mit Schinken und getrockneten Tomaten


Bild


Zutaten für 4 Personen

4 getrocknete Tomaten
4 Scheiben luftgetr. Schinken, hauchdünn
1 EL Rapsöl
Zitronensaft
Pfeffer
200 g Spinat
100 g Radischensprossen
½ Bund Basilkumblättchen

Dressing:
Rapsöl
Zitronensaft
Zucker
Salz
Pfeffer

Zubereitung:
4 getrocknete Tomaten und4 Scheiben hauchdünn geschnittenen,
luftgetrockneten Schinken mit 1 EL Rapsöl besprenkeln, pfeffern und bei
180 Grad ca. 20 Minuten backen. Dressing aus Rapsöl, Zitronensaft,
Zucker, Salz und Pfeffer rühren. 200 g jungen, gewaschenen Spinat,
100 g Radieschensprossen, Basilikumblättchen von ½ Bund mit Schinken,
Tomaten und Dressing anrichten und mit geriebenem Bergkäse bestreuen.

__________________________________________________________________________

Quelle für Text und Bildmaterial: CMA-Verbrauchertipp 05/10/07
CMA Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft mbH
__________________________________________________________________________

__________________________________________________________________________

Antworten

Zurück zu „Rezeptdatenbank, Warenkunde, Diäten und Kochtipps“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast