goodby deutschland

Archivierung von abgeschlossenen Threads
Antworten
dana

goodby deutschland

Beitrag von dana » 13.02.2007, 22:47

ich muss jetzt mal luft ablassen.....
hab mir vorhin im fernsehen goodby deutschland angesehen und koennte platzen.dort war eine familie nach spanien ausgewandert,ohne vorbereitung auf dieses land.wie kann man nur so naiv sein.in deutschland noch hartz 4 empfaenger,kein geld um die miete in spanien zu bezahlen.....das sind diese leute,die im naechsten sommer am strand uebernachten.
ich bereite mich doch vor,wenn ich sowas vor habe.in den ganzen jahren in denen ich in spanien lebe,hab ich schon soviele menschen kommen und gehen sehen.ich versteh es nicht,was diese menschen denken......
wie seht ihr das?

Wölkchen

Beitrag von Wölkchen » 13.02.2007, 22:57

dana,

nicht nur Spanien auf dem Festland. In Mallorca suchen auch regelmäßig Deutsche Harzer einen Job und die Erfüllung ihres Traums. Es gab vor geraumer Zeit einen Film, indem gezeigt wurde, dass viele dort einen Job bekamen, wohingegen sie hier für ein Euro arbeiten musste. Nach der Saison wars vorbei mit lustig und es ging wieder heimwärts.

Sowas zieht natürlich Menschen an. Blauäugige Träumer, die wirklich zu 100% denken, dass es woanders billiger, besser usw. ist als hier, die gibt es immer wieder. Die Grundnahrungsmittel sind hier soweit ich weiß immer noch mit am Günstigsten. Man berichtige mich, wenn ich da falsch liegen sollte.

Die Unverbesserlichen, so nenne ich sie dana und ich kann dir nur zustimmen, was denken die, denken die überhaupt? Das bezweifele ich, sie träumen...... nur wovon?

echtgold

Beitrag von echtgold » 13.02.2007, 23:04

Liebe Dana,

ich finde es auch ziemlich unvernünftig.

Mein Traum ist es auch,als Rentnerin vielleicht im sonnigen Süden zu sein und dort meine letzten Jahre zu genießen; aber solange man hier Arbeit und Brot hat, geht das wohl ehr nicht.
Ich muss wissen, wovon ich leben werde in einem anderen Land.
Ich denke auch, das man die Sprache leidlich beherrschen sollte....das ist alles zu planen dauert sicherlich auch einige Zeit!

Sicherlich hat man mal solche Träume,- ich wäre auch gern auf La Palma, hätte dort einen kleinen Laden, wo ich meinen Schmuck und meine Perlen verkaufen könnte und wo ich einen Garten mit Limetten- und Orangenbäumen hätte.....SEUFZ!

Aber so mutig und spontan bin ich nicht, das ich einfach mal eben einen Versuch wage....
Ich habe auch schulpflichtige Kinder, mein Mann einen gut bezahlten Job,-
das lässt man nicht so schnell alles hinter sich!

Andererseits bewundere ich aber auch Menschen, die einen Schritt in ein ganz neues Leben wagen und voller Zuversicht sind!

Ich bin leider garnicht spontan und auch nicht besonders wagemutig..... :/

Darum friere ich jetzt erstmal hier noch eine Weile weiter.... :juggle:

Es grüßt Euch : echtgold

bienchen

Beitrag von bienchen » 13.02.2007, 23:05

dana ich staune auch immer Bauklötze, wenn ich die Reportagen von Auswanderern sehe, die mit Nichts gehen.
Anscheinend denken die wirklich sie hätten es im Ausland leichter einen Job zu bekommen.
Manche wagen den Schritt sogar ohne jegliche Sprachkenntnisse. :eek:

Ich kann es nicht verstehen, wer hier schon nicht auf der Sonnenseite steht, tut es doch im Ausland erst recht nicht.

Wie verzweifelt und blauäugig müssen diese Leute sein?

fabel

Beitrag von fabel » 14.02.2007, 08:14

Ich habe diese Sendungen im Fernsehen auch schon mal verfolgt und frage mich manchmal, ob das ganze vielleicht gestellt ist.

Es wundert mich doch, wie leicht man angeblich auswandern kann. Vor kurzem kam da mal ein Bericht über eine Familie, die ohne Arbeit zu haben oder die Sprache zu können nach Lappland ausgewandert ist.
Ich dachte immer, dass gerade die skandinavischen Länder recht hohe Anforderungen an Einwanderer haben.

Also wenn man auswandert, sollte man das ganze wirklich gut durchdenken und vor allem die Sprache des Landes beherrschen, finde ich!

dana

Beitrag von dana » 14.02.2007, 09:25

fabel hat geschrieben:Ich habe diese Sendungen im Fernsehen auch schon mal verfolgt und frage mich manchmal, ob das ganze vielleicht gestellt ist.

Also wenn man auswandert, sollte man das ganze wirklich gut durchdenken und vor allem die Sprache des Landes beherrschen, finde ich!
da geb ich dir recht.wir haben damals fast ein ganzes jahr gebraucht,bis alles unter dach und fach war.
hier ist nicht nur strand,meer und party....nein...hier ist auch arbeiten angesagt und es war ein verdammt schwerer anfang.mittlerweile moechten wir auch nicht mehr von hier fort,aber es war ein harter weg.

Gurkerl

Beitrag von Gurkerl » 14.02.2007, 09:42

Ich schaue mir diese Sendungen auch hin und wieder an und ich rege mich auch sehr oft über diese Menschen auf, die mit so einem geringen Startkapital auswandern, dass ich mich frage, wie lange die das denn geplant haben können. Ich wandere doch nicht von heute auf morgen aus...
Und dann wissen viele auch nicht wirklich viel über das Land, waren einmal im Urlaub dort und wollen jetzt immer dort leben. Natürlich ist es im Urlaub schön, aber es ist doch klar, dass das Leben dort dann nicht wie ewiger Urlaub ist ?! Und dann jammern viele auch noch, wie beschwerlich manches dort nicht ist und das viele teurer ist, die Menschen im fremden Land eine andere Arbeitsmoral haben usw usf... Das ärgert mich am meisten, wenn Menschen in ein fremdes Land auswandern und sich dann nur beschweren.
Eine Familie ist mal nach Ägypten ausgewandert! Also das Land an sich ist bestimmt wunderschön und interessant, aber wer wandert denn in ein Land aus, in dem Frauen nichts zu sagen haben und sogar noch verschleiert herumlaufen? Und die haben sich auch in einer Tour über die Einheimischen beschwert..

Ich glaub ich könnte mir überhaupt nicht vorstellen, aus Österreich wegzugehen (würd schon ungern auch nur aus Wien weggehen ;) ) und meine Familie hinter mir zu lassen. Ich finde es aber auch sehr mutig, dass Menschen sowas wagen !

lg, Gurkerl

Estrella

Beitrag von Estrella » 14.02.2007, 10:36

Goodbye Deutschland auf VOX verfolge ich jede Woche. Ich finde es sehr informativ, weil die Familien über einen längeren Zeitraum begleitet werden. Das ist jetzt schon die 3. Staffel.

Die Familie (Hartz IV) Empfänger, die nach Andalusien ausgewandert ist, hat dies getan, weil der Mann dort über eine deutsche Arbeitsagentur einen Job als Bäcker gefunden hat. Weil er schon so lange arbeitslos ist, hat er nicht lange gefackelt und aufgrund der Geldprobleme konnte die Familie nur direkt mit nach Spanien ziehen. Für die Wohnung hat der neue Arbeitgeber gesorgt. Das einzige Problem, was sie derzeit haben, ist, daß die Arbeitsagentur nicht wie versprochen das Geld überwiesen hat und sie die Miete zahlen müssen. Ich halte diese Leute nicht für unverantwortlich, sie nehmen die Schwierigkeiten in Kauf um wieder auf die Beine zu kommen.

In den anderen Staffeln gab es aber wirklich welche, die sind mehr oder weniger klammheimlich nach Spanien ausgewandert und haben ihre Schulden zurückgelassen. Schulden hatten sie, weil der Mann seinen Traum als Musiker und Alleinunterhalter verwirklichen will und deshalb keine Arbeit gesucht hat. Die sind also nach Spanien runter ohne eine Wohnung zu haben mit einem 17jährigen, der deshalb seine Ausbildung zum Technischen Zeichner abbrechen mußte und 2 kleineren Kindern. Sie haben sich überhaupt nicht vorbereitet, sind einfach mit dem Auto runter gefahren und haben sich darauf verlassen, daß ihnen alles in den Schoß fällt und wundern sich jetzt, wie schwierig das alles ist. Sie hatten 2 Tage Zeit eine Wohnung zu finden, weil die Möbel auf dem Weg waren und noch immer keinen Job. Das ist ein abschreckendes Beispiel!

Lachtaube

Beitrag von Lachtaube » 14.02.2007, 12:02

Ich denke doch ,es müssen auch sehr verzweifelte Menschen sein.
Sie haben, glaube ich ,wohl auch nichts mehr zu verlieren. Sie sehen einfach wohl in Deutschland keine Perspective mehr. Natürlich ist es sehr dumm ohne Sprachkentnisse und ohne Geld für die ersten Monate, alles hinter sich zu lassen. Es gibt doch für alles, da können wir es drehen und wenden nur einen Grund. Die Arbeitslosigkeit!

dana

Beitrag von dana » 14.02.2007, 13:12

ich moechte noch dazu sagen,das viele auswanderer aus deutschland sich aber auch nicht anpassen hier.
wenn man hier lebt,muss man innerhalb von 3 monaten seinen pkw ummelden,seinen fuehrerschein umschreiben lassen und die aufenthaltsgenehmigung beantragen.
ihr koennt euch nicht vorstellen,wie viele deutsche mit ihrem pkw mit deutscher nummer hier rum fahren,wo der tuev abgelaufen ist und ich glaub auch nicht,das die in deutschland noch die versicherung bezahlen.machen die sich keinen kopf,wenn ein unfall passiert oder denen ein kind ins auto laeuft?
ich find das so unverantwortlich.

Kehua

Beitrag von Kehua » 14.02.2007, 14:38

zum erfolgreichen auswandern müssen zuerst viele "hausaufgaben" erledigt werden. es reicht eben nicht das land mit urlauberaugen zu sehen, sondern informationen über versicherungen, steuern, arbeitsrecht usw. müssen her.

sprachkenntnisse und ein finanzielles polster sollten selbstverständlich sein! wundere mich immer wieder, dass man diese voraussetzungen tatsächlich noch erwähnen muß.

im zeitalter der eu ist auswandern einfacher als vorher. jeder eu-bürger hat das recht in einem eu-staat zu leben und zu arbeiten! aufenthalts- und arbeitsgenehmigungen erhält jeder. hier in frankreich wurden beide genehmigungen vor 2 jahren für eu-bürger abgeschafft!
damit wurden tür und tor für die naiven geöffnet. einfach koffer packen und losfahren..... und viele werden dabei schiffbruch erleiden!


@dana
auch hier sieht man die deutschen kennzeichen über ewige zeiten! es sind fast ausschließlich leute, die die sprache nicht beherrschen und somit der formularflut für kfz-import, anmeldung und versicherung nicht gewachsen sind.

muß man in spanien tatsächlich noch den führerschein umschreiben lassen? in frankreich wird das seit einigen jahren nicht mehr verlangt! es wird erst dann (zwingend!) erforderlich wenn ein vergehen vorliegt das in die punktekartei eingetragen wird.

Kehua

Beitrag von Kehua » 14.02.2007, 14:41

sorry, sollte heißen:

jeder eu-bürger hat das recht in einem eu-staat seiner wahl zu leben und zu arbeiten!

dana

Beitrag von dana » 14.02.2007, 16:43

Kehua hat geschrieben:zum erfolgreichen auswandern müssen zuerst viele "hausaufgaben" erledigt werden. es reicht eben nicht das land mit urlauberaugen zu sehen, sondern informationen über versicherungen, steuern, arbeitsrecht usw. müssen her.

sprachkenntnisse und ein finanzielles polster sollten selbstverständlich sein! wundere mich immer wieder, dass man diese voraussetzungen tatsächlich noch erwähnen muß.

im zeitalter der eu ist auswandern einfacher als vorher. jeder eu-bürger hat das recht in einem eu-staat zu leben und zu arbeiten! aufenthalts- und arbeitsgenehmigungen erhält jeder. hier in frankreich wurden beide genehmigungen vor 2 jahren für eu-bürger abgeschafft!
damit wurden tür und tor für die naiven geöffnet. einfach koffer packen und losfahren..... und viele werden dabei schiffbruch erleiden!


@dana
auch hier sieht man die deutschen kennzeichen über ewige zeiten! es sind fast ausschließlich leute, die die sprache nicht beherrschen und somit der formularflut für kfz-import, anmeldung und versicherung nicht gewachsen sind.

muß man in spanien tatsächlich noch den führerschein umschreiben lassen? in frankreich wird das seit einigen jahren nicht mehr verlangt! es wird erst dann (zwingend!) erforderlich wenn ein vergehen vorliegt das in die punktekartei eingetragen wird.


ja,einerseits ist es von der eu ja nicht mehr noetig,aber.....wenn du hier in eine verkehrskonrtolle reinkommst,moechten sie den spanischen fuehrerschein sehen.muss auch dazu sagen,das wir ja schon 10 jahre hier leben.
die aufenthaltsgenehmigung(residenzia)braucht man auch nicht,sagt die eu.....aber....ohne bist du hier aufgeschmissen was behoerdengaenge u.s.w betrifft.

Nadine75

Beitrag von Nadine75 » 14.02.2007, 18:38

Ich fand die beiden Familien zwar sehr mutig, aber total klasse daß sie das gemacht haben.

Was mich sehr stört ist unsere Gesellschaft.
Da leben welche von Hartz 4 und tun nichts: Da heißt es dann die Schmarotzer.
Da leben welche von Hartz 4 und verlassen das Land und es heißt: Die sind aber blauäugig.

Ich glaube kaum daß es Menschen gibt die gerade in einer solchen Auswanderersituation alles richtig machen.

Die Hartz4-ler sind so immer in der Kritik.
:eek: Ganz furchtbar !!!!

dana

Beitrag von dana » 14.02.2007, 19:11

@nadin
es geht nicht um hartz 4 empfaenger,es geht allgemein um auswanderer.
sollte ich jemanden damit auf die fuesse getreten haben,bitte ich um entschuldigung. :(

Nadine75

Beitrag von Nadine75 » 15.02.2007, 01:47

dana hat geschrieben:@nadin
es geht nicht um hartz 4 empfaenger,es geht allgemein um auswanderer.
sollte ich jemanden damit auf die fuesse getreten haben,bitte ich um entschuldigung. :(
Es ging mir ja nicht um dich, sondern um unsere Gesellschaft.
:bussi:

Antworten

Zurück zu „Foren Archiv *Nur Lesen*“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast