Wieviel Kleidergeld für Tochter in Ausbildung?

Pubertät - wirklich alles normal?
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Fratzematz

Wieviel Kleidergeld für Tochter in Ausbildung?

Beitrag von Fratzematz » 15.02.2010, 22:35

Unsere Tochter, 19 Jahre alt, absolviert zur Zeit eine schulische Ausbildung zur Erzieherin (1. Ausbildungsjahr).
Nun ist es so, dass sie in den beiden ersten Jahren, in denen sie die Schule besucht, keine Ausbildungsvergütung erhält, im 3. Lehrjahr dann das Annerkennungsjahr im Kindergarten ableistet und dann auch verdient.

Seit Jahren ist es so, dass unsere Tochter freiwillig keinen Handschlag tut. Wenn man sie bittet, mal den Kompost rauszubringen oder Schnee zu schüppen, mal den Flur zu saugen oder sich in irgendeiner Weise an Gemeinschaftsarbeiten zu beteilen, hat sie immer wieder Gründe, weswegen sie dies oder jenes jetzt nicht tun kann. "Später" lautet ihr Motto, in der Hoffnung, dass ich es dann vergesse....

Da mein Gedächnis aber noch sehr gut funktioniert, vergesse ich meine Forderungen, sie an den Gemeinschaftsarbeiten zu beteiligen aber nicht, was immer wieder zu Streitereien zwischen mir und ihr führt.

Aus diesem Grunde habe ich es eingeführt, dass Töchterlein nur dann Taschengeld (50,00 € monatlich) bekommt, wenn sie 1x die Woche Badezimmer und Gäste-WC säubert.

Jetzt kommt es immer häufiger vor, dass sie hier eine Bluse haben möchte, da mal 2 oder 3 T-Shirts, eine Woche später hat sie plötzlich völlig unmoderne Hosen oder Pullis, zu jeder Jahreszeit eine neue Jacke etc.....

Ist mal eine Naht an einem Kleidungsstück aufgetrennt, wirft sie es lieber in die Altkleidersammlung, als diese zu nähen.

An sich wäre das ja auch alles kein Problem, wenn man das nötige Kleingeld hat....

Nur - das hat sie nicht.....

Ich finde, einem jungen Menschen im Alter von 19 Jahren ist es durchaus zuzumuten, mal einen Ferienjob anzunehmen, oder an einigen Tagen in der Woche z. B. beim nahegelegenen Discounter Regale einzuräumen, an der Tankstelle zu jobben, Bersorgungen für gehbehinderte Nachbarn zu erledigen und, und, und....

....zumal sie meistens schon um 14.00 Uhr zu Hause ist und dann den restlichen Tag oft liest, vor dem Fernseher oder dem Computer verbringt.
Auch von unserer Seite bestanden immer wieder Arbeitsangebote wie Rasenmähen, Autowaschen, Gartenarbeit etc., bei denen sie sich ein Extra-Taschengeld hätte dazu verdienen können, die Töchterlein aber nicht nutzte.

Sie findet jedoch, sie sei so beschäftigt, dass sie auf keinen Fall zusätzlich noch jobben gehen könne.

Außerdem seien wir dafür zuständig für sie zu sorgen, bis sie 25 Jahre alt ist :eek:.

Nun - lange Rede kurzer Sinn, da ich mir nicht immer das Gejammer von ihr anhören will, wir würden sie zu kurz halten, jeder andere (in unserer Familie) würde mehr Klamotten bekommen, habe ich mich entschieden, ihr einen bestimmten Betrag pro Monat als Kleidergeld zukommen zu lassen, den sie sich nach ihren Bedürfnissen einteilen kann.

Nur - dann werde ich mich auf keinen Fall mehr breitschlagen lassen, ihr noch dieses oder jenes Kleidungsstück zu kaufen.

Wie hoch sollte der Betrag sein?
Natürlich sollen Winterjacke und -Stiefel sowie Unterwäsche auch davon gekauft werden.

Mein Vorschlag läge zwischen 25 und 30 Euro pro Monat, ihre Forderung bei 50 Euro.

Wer hat ähnliche Probleme mit seinen (erwachsenen) Kindern und konnte zu einer für beide Seiten zufriedenstellenden Lösung kommen?

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Rosenfan
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Beitrag von Rosenfan » 29.03.2010, 14:36

Hallo Fratzematz,

wir hatten Zuhause immer Aufgaben, von klein auf. Saugen wischen , bügeln , einkaufen. Wenn wir so einfach was wollten hies es, dann musst du eben Zeitungen austragen. Außer Geburtstag und Weihnachten gab es keine Extrawünsche.
Ich finde es auch richtig, wenn die große Ansprüche haben, können sie nebenbei Jobben. Und am Haushalt sollte sich sowieso jeder ein wenig beteiligen.
Aber tröste dich, meiner Tochter muss ich es auch zweimal sagen , dass sie mal saugt, oder die Spülmaschine ausräumt.
Sie wird sich erwachsen keine Haushaltshilfe leisten können, also soll sie den Haushalt ruihg lernen.
Heute wollen die Kinder garnicht mehr helfen , so gehts halt auch nicht.
Ich würde deiner Tochter einen gewissen Betrag für die Kleidung geben, wenn sie mehr will, muss sie eben jobben. Und feste Aufgaben im Haushalt sind normal, wir haben mal alle keine Diener Zuhause.

LG Annemarie

grittel

Beitrag von grittel » 29.03.2010, 14:45

also, ich kenne das eigentlich so:
Die Ausbildung wird ja vergütet, oder?!

!/3 bekomme ich als Tochter, und 1/3 wird als "Kost und Logis", jedoch max 150,00Euro, an Muttern abgegeben. Der "Rest " geht auf ein Sparbuch.
Da deine Tochter volljährig ist, sollte ihr klar sein, häusliche Pflichten gehörn dazu, und Hotel Mutter ist tabu.
Du bist nicht die Putze deiner Tochter. Lass einfach mal die schmutzigen Klamotten liegen, oder bügeln........nee, um erwachsen zu werden, wird es in diesem Alter wirklich Zeit.

grittel

grittel

Beitrag von grittel » 29.03.2010, 14:53

grittel hat geschrieben:also, ich kenne das eigentlich so:
Die Ausbildung wird ja vergütet, oder?!


grittel
Sorry, habe eben erst gesehen, da gibt es keinen Lohn.
Tja, dann muss, oder sollte wirklich ein kleiner Nebenverdienst her.
Wie sind die 50,-- Euro zu verstehen?
Zum freien Gebrauch? Muss sie dafür auch alle Klamotten und Sanitärartikel etc. Bezahlen?

Dann wäre das etwas wenig.
Nur wirst du das Problem haben, gibst du gleich am Monatsanfang z.B. 150,00 Euro für 4 Wochen, ist nach meiner Erfahrung spätestens am 15. nix mehr da.
Ich würde bei 80.-- Euro Monat bleiben, und lieber ab und an mit meiner Tochter shoppen gehen, sofern es dein Budget erlaubt.
Mach ihr das doch ein bisserl schmackhaft. Machst du dies, dann beteilige ich mich an dem..........usw.
Vielleicht klappt es ja!

grittel

Fratzematz

Beitrag von Fratzematz » 29.03.2010, 15:44

grittel hat geschrieben:
Wie sind die 50,-- Euro zu verstehen?
Zum freien Gebrauch? Muss sie dafür auch alle Klamotten und Sanitärartikel etc. Bezahlen?grittel
Die 50,00 Euro sind reines Taschengeld, das sie zur freien Verfügung hat.

Shampoo, Deo, Duschzeug etc. kaufe ich.
Wenn Töchterlein jedoch meint, mein Shampoo oder Duschzeug (ich achte darauf, dass dies meist "Stiftung Warentest sehr gut oder gut" ist) gefällt ihr nicht, muss sie sich das eben selber kaufen, zumindest, wenn wir noch einen Vorrat zu Hause haben.
Danach lasse ich mit mir verhandeln......

Mit dem Kleidergeld haben wir das jetzt so geregelt:

Sie bekommt 30,00 Euro je Monat und kann sich durch zusätzliche Arbeit hier im Haus noch 10,00 Euro hinzuverdienen, so dass sie 40,00 Euro bekommt.

Dies praktizieren wir jetzt seit 4 Wochen.
Töchterlein durfte sich einen Tag in der Woche aussuchen, an dem sie die zusätzliche Arbeit verrichtet, und der soll auch beibehalten werden.
Sie hat den Montag gewählt.
In der zweiten Woche hat sie schon auf Mittwoch verschoben, in der dritten Woche auf Freitag und jetzt, in der vierten Woche, hatte sie auch am Sonntag keine Zeit, weil sie ja erst so spät von ihrer Freundin nach Hause gekommen ist bzw. weil die noch bis 20.15 Uhr bei ihr war.
Danach hatte sie keine Lust mehr......

Und auch heute - sie hat ja jetzt Ferien - ist noch nichts im Hausflur gemacht worden.

grittel

Beitrag von grittel » 30.03.2010, 13:25

Fratzematz hat geschrieben:
grittel hat geschrieben:
Wie sind die 50,-- Euro zu verstehen?
Zum freien Gebrauch? Muss sie dafür auch alle Klamotten und Sanitärartikel etc. Bezahlen?grittel
Die 50,00 Euro sind reines Taschengeld, das sie zur freien Verfügung hat.
Töchterlein durfte sich einen Tag in der Woche aussuchen, an dem sie die zusätzliche Arbeit verrichtet, und der soll auch beibehalten werden.


Und auch heute - sie hat ja jetzt Ferien - ist noch nichts im Hausflur gemacht worden.
Oh ha, da wird der Aufstand geprobt...........
na ja, da muss eben Muttern auch mal was liegen lassen........
wird bestimmt nicht leicht, brüllen nützt da nix, aber ich würde da auch mal auf stur stellen....als Mutter!

lg grittel

Fratzematz

Beitrag von Fratzematz » 30.03.2010, 13:44

grittel hat geschrieben: Oh ha, da wird der Aufstand geprobt...........
na ja, da muss eben Muttern auch mal was liegen lassen........
lg grittel
Nein, Grittel, da wird kein Aufstand geprobt, das ist eigentlich immer so.
Ich muss sie ständig ermahnen, ihre Klamotten wegzuräumen und ihre Aufgaben zu erledigen.
Wenn ich es nicht tue, bleibt alles liegen bzw. wird nicht gemacht.
Es stört unsere Tochter auch nicht großartig, wenn sie dann mal kein Taschengeld in der Woche bekommt.

Ich bin ja schon so weit, dass ich ihr ab und zu Geld vom Taschengeld abziehe, wenn sie trotz mehrmaliger Ermahnungen ihre liegengelassenen Sachen nicht wegräumt.

Ich habe es ihr so dargestellt: "Wenn du dir eine Putzfrau hältst, die dir alles hinterherträgt, musst du auch dafür bezahlen."

Schließlich hilft sie im Haushalt ja auch nur, wenn sie bezahlt (Taschengeld). Freiwillig mal die Spülmaschine ausräumen oder den Müll rausbringen, wenn sie gerade die Hasen füttert, oder was auch immer, würde sie niemals machen.
Es sei denn, sie bekommt Besuch, dann kann Töchterlein plötzlich aufräumen.....

Fratzematz

Beitrag von Fratzematz » 30.03.2010, 13:56

grittel hat geschrieben: na ja, da muss eben Muttern auch mal was liegen lassen........
lg grittel
Hmm, da gibt es eigentlich nichts, was ich liegenlassen könnte, ohne mir selber zu schaden.....

Für ihr Zimmer ist sie selber verantwortlich.

Bügeln tut sie schon seit ihrem 12. Lebensjahr selber.
Töchterlein hatte es sich in der Zeit angewöhnt, sich teilweise 3x am Tag umzuziehen, und die durchaus noch nicht verschwitzten oder schmutzigen Sachen direkt in die Schmutzwäsche zu werfen. Oder sie schmiss sie in die Ecke, und dann konnte sie die verknautschte Kleidung natürlich nicht mehr anziehen.
Also musste sie Bügeln lernen.

Zwischendurch, als es mir zuviel wurde, musste sie ihre Wäsche auch mal selber waschen, aber das wird auf Dauer zu teuer, da dann die Maschine auch mal für zwei oder 3 Jeans oder Pullover angestellt wird.
Also wasche ich.....

Was könnte ich noch liegen lassen?

Abends kein Essen kochen?
Geht nicht, dann müssten Mann und Sohn auch darunter leiden....

Mir fällt da leider nichts mehr ein.

grittel

Beitrag von grittel » 31.03.2010, 08:59

Fratzematz hat geschrieben:
grittel hat geschrieben: na ja, da muss eben Muttern auch mal was liegen lassen........
lg grittel

Mir fällt da leider nichts mehr ein.
Tja, mit 19 ist das auch schwer, denke ich.
Aber was ich gut finde, sie bügelt ja ihre Wäsche selbst. Ist doch auch was positives.
Hast du schon mal den Spieß umgedreht?
Will sagen, frag sie einfach, ob sie nicht mal kochen kann, auch das was sie möchte. Oder einfach mal ihre Meinung dazu hören, sollte man oder sollte man das oder jenes machen.
Einfach so, dass sie meint, sie würde gebraucht, und ohne ihre Hilfe geht es nicht. Probiers einfach mnal durch die Hintertür.
Ich hab so ein seltenes Exemplar als Nichte.
Sie ist "maler", aber sonst nicht von Schaffhausen.(arbeitslos)
Habe sie vor kurzem gebeten, wie was funktioniert, da ich (angeblich) das nicht auf die Reihe kriege. Und siehe da, erst hat sie versucht mir das zu erklären (aber ich war ein bisserl zu blöd um zu kapieren) und dann war sie das irgendwann leid und hat sich für den nächsten Tag bei mir angemeldet um zu streichen. :juggle: Hab sie natürlich dafür bezahlt, aber ich wusste genau, hätte ich sie um diese Arbeit gebeten, dann hätte sie keine Lust gehabt.
Ich drücke dir mal die Daumen ganz feste.

lg grittel

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