Pubertät unter Geschwister

Pubertät - wirklich alles normal?
~ Keine leichte Zeit für Eltern & Kids ~
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Sandrine
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Pubertät unter Geschwister

Beitrag von Sandrine » 19.02.2011, 11:38

Da hab ich mal ein Erlebnis von meinen Enkelkindern:
Namen geändert

Püppi, jetzt 13 Jahre
Hasemann 10 Jahre

Es klingelt an der Haustür und wer rennt hin?, Hasemann.

Derweil macht sich Püppi oben nach langer Aus u. Anziehphase, die nun schon 1 Stunde dauert und ihrem manneshohem Spiegel die Zunge rausstreckt, vor Wut schäumt und wieder ein neues Oberteil anprobiert....nein, dazu passt aber DIESE Hose nicht!, wieder die verschwitzen Haare aus dem puteroten Gesicht heraus streicht, eine andere Hose anprobiert , aber die ist ja an den Hüften zu labberich!, nein, die auch nicht.........

macht Hansemann, der schon genervt von seiner launischen Schwester ist und der Blick, der gerade noch einmal mit verdrehten Augen nach oben geht,.........die Tür auf.

Ach, wie er sich freut, es ist sein Freund, der ihn abholen will zum Bogenschießen.
Sie reden eben gerade noch, was sie sonst noch mitnehmen müssen, da bricht oben ein Geschrei aus, der Freund sieht ihn erschreckt an, ob er wohl was falsch gemacht hat?, nein.

Hansemann sagt nur gelassen ....."mach Dir nichts daraus, das ist nur meine pubertierende Schwester."


Kommt euch sowas bekannt vor?
liebe Grüsse von Sandrine

werde bloß nicht bequem, sonst zieht an dir das Leben vorbei
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Maria*

Beitrag von Maria* » 19.02.2011, 14:51

Das könnte eine Szene aus einem Film sein. Die Pupertät ist schon eine komplizierte Entwicklungsphase. Habe das bei meinem Sohn gar nicht mitbekommen, der war ein recht unkompliziertes, pflegeleichtes Einzelkind. Dafür holt er jetzt so einiges nach, ich weiß aber nicht ob ich darüber reden sollte... :eek:

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indigo
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Beitrag von indigo » 19.02.2011, 17:20

Zu meiner Zeit war soetwas undenkbar, naja, da hätte es was mit dem Teppichklopfer gegeben. :lach: Deshalb hat man vielleicht seine eigene Zeit ganz schnell vergessen. :ja:
Ja und unser Sohn hatte die Zeit auch, da gab es auch schon solche ähnlichen Dinge. Aber eher nicht soooo, dass ich mir es zutiefst gemerkt hätte.
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Maria*

Beitrag von Maria* » 19.02.2011, 18:56

[quote="indigo"]Zu meiner Zeit war soetwas undenkbar, naja, da hätte es was mit dem Teppichklopfer gegeben. :lach

Oh ja, ich bin auch mit dem Teppichklopfer aufgewachsen.
LG Maria. :box:

Maria*

Beitrag von Maria* » 19.02.2011, 19:01

Hilfe !
Wie "zitiert" man denn eigentlich ?
Ich kann hier auch nichts nachbessern, wo ich doch selbst ein wandelnder Rechtschreibfehler bin. :D :D :D

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indigo
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Beitrag von indigo » 19.02.2011, 22:24

Maria59 hat geschrieben:Hilfe !
Wie "zitiert" man denn eigentlich ?
Ich kann hier auch nichts nachbessern, wo ich doch selbst ein wandelnder Rechtschreibfehler bin. :D :D :D
einfach auf Zitat drücken.
oder oben auf Quote
und danach nochmals Quote* als Ende
dann kommt das raus.
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Maria*

Beitrag von Maria* » 19.02.2011, 22:43

Danke, vielleicht mache ich es bald besser. :idee:
LG Maria

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indigo
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Beitrag von indigo » 19.02.2011, 23:08

Na so tragisch ist ja nicht, wirst es schon bald können.
Wenn es weiter nichts ist ?
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Beitrag von Rosenfan » 20.02.2011, 15:19

Hallo Sandrine,

das ist ganz normal in der Pubertät. Meine Tochter ist 13 Jahre und zieht sich Morgens auch dreimal um . Dann will sie eine bestimmte Bluse oder den grünen Gürtel. :< Ich habe jetzt gesagt, such dein Zeug am Vorabend raus, du musst doch pünktlich zur S-Bahn. Und ich fahre Dich jetzt nicht mehr mit dem Auto , wenn Du trödelst. Ansonsten ist sie sehr brav und vernünftig. Sie lässt mit sich reden.
Aber das mit der Kleidung ist normal.

Und früher mit dem Teppichklopfer war ja auch nicht das richtige. :nein:
Das hat meine Oma und meine Eltern ( mit der Hand)gemacht und ich habe heute noch einen Groll auf sie.
Ja früher war das normal und heute ist es verboten, zum Glück.
Ich habe meine Tochter ohne Schläge erzogen und hab auch eine süsse Maus. Durch die schwierigen Zeiten wie Trotzalter und Pubertät muss man so auch durchkommen. Ich weis, manche Eltern bringen die Geduld nicht so auf nach der Arbeit, aber man ist doch gescheiter wie die Kinder.
Ich rede mit meiner Tochter, wie mit einer Erwachsenen und es klappt.
LG Rosenfan


Laufe nicht bevor Du gehen gelernt hast.

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Beitrag von indigo » 20.02.2011, 15:35

Rosenfan hat geschrieben:Ja früher war das normal und heute ist es verboten, zum Glück.
Da hast Du in der Tat recht.
Schläge nützen nichts, da wird man noch hartnäckiger.

Auch wenn man sich nach der Arbeit mit dem Kind auseinandersetzen muss, auch da muss man eben Geduld haben.
Oder eben nicht (hatte ich auch manchmal nicht) aber da kann man doch sein Kind nicht kloppen ? Da muss man an sich arbeiten.
Auch mein Sohn (heute 41 Jahre alt) bekam keine Kloppe.
Schon gar nicht mit dem Teppichklopfer. :lach: :lach:

Was ich heutzutage stark feststelle, dass die jungen Mütter ihre Kinder anschreien in der Öffentlichkeit.
Aber das nützt nämlich auch nichts.
Da könnte ich am Liebsten dazwischen gehen. Anschreien kann ich gar nicht ab.
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Beitrag von Rosenfan » 21.02.2011, 15:12

Stimmt Indigo, die Schreierei hab ich auch gefressen , auch unter Erwachsenen. Bei uns heißt es , wer schreit, hat Unrecht. ;D
Die Kinder kriegen doch Angst vor den eigenen Eltern. Und das bloßstellen der Kinder mag ich auch nicht.
Viele Eltern stellen sich halt die Erziehung zu leicht vor. :<
LG Rosenfan


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Beitrag von indigo » 21.02.2011, 16:08

Ja @rosenfan, so ist das.
Einfach ist es nicht aber mit Liebe geht das alles.
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Beitrag von Sandrine » 21.02.2011, 18:36

Zu meiner "ZEIT" gab es das Wort noch nicht Pubertät

aber wenn die Hormone verrückt spielen, sollen sie eben ausgelebt werden. Weiß nicht, ob es ihr danach besser geht, ansonsten ist sie eine gute Schülerin, lieb und fleißig, sehr umgänglich. Am Samstag wird sie 14 J. und lange wird sie sicher nicht mehr darunter leiden.

Was ihr zu den Schlägen sagt.........na ja, bei mir Zuhause gab es noch den 7 Zagel,
das war ein Ding mit sieben Lederriemen. Es hing im Aufgang der Kellertreppe und war eigentlich nur zur Warnung dort für unsere Jungs.
Nein, aber was ich schlimm fand, wenn Mutti die Hand ausrutschte.......einfach mit flacher Hand ins Gesicht, das finde ich als Erniedrigung.
Meine beiden Mädels bekamen entweder mit einem nassen Lappen an die Beine, wenn sie sich beim Abwasch nicht bremsen konnten, oder mit dem Kochlöffel an die Beine....nicht schlimm, aber da war was, was Mutti nicht gefällt -Gefühl.
liebe Grüsse von Sandrine

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Maria*

Beitrag von Maria* » 21.02.2011, 19:06

Ja, so eine Mutter wie Sandrine war u. ist hätte ich auch gern gehabt... Hab oft die flache Hand im Gesicht gespürt. Aber das allerschlimmste war, daß meine Mutter dann Tage o. Wochen nicht mehr gesprochen hat. Ich war dann halt eben nur "Luft" für sie. Sogar heute sagt sie mir noch, daß sie mich nicht besonders mag. :nein:

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Beitrag von indigo » 21.02.2011, 20:40

Maria* hat geschrieben: Sogar heute sagt sie mir noch, daß sie mich nicht besonders mag.
Ja, das kenne ich auch heute noch, obwohl unsere Mutter uns heute sehr braucht. Aber trotzalledem hat sie noch eine große Klappe zu uns.
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Beitrag von Maria* » 21.02.2011, 22:25

@ Indigo
...schön zu wissen, daß man nicht allein im Boot sitzt. :ja:

Vicky

Beitrag von Vicky » 22.02.2011, 19:13

Sandrine, bei uns hieß das die "Siebenriemige" und die hing am Speisekammerschlüssel, auch nur als Drohung.
Meiner Mutter ist auch öfter mal die Hand ausgerutscht, sie hat das mit dem
Handrücken gemacht.
Neben meinem Teller lag immer der Kloßlöffel, damit ich auch meinen Teller leer esse.
Vatern hat mich mal einmal verhauen. Und wenn ich zurückdenke, sie haben mir nie ohne Grund eine hinter die Ohren verpasst.Und im Verhältnis zu der Erziehung meiner Eltern, waren die Beiden recht milde bei mir.
Pubertät ? Damit hatten sie auch nicht viel direkt miterlebt, diese Zeit
hab ich im Internat verbracht und da waren alle gleich "verrückt", da fiel man nicht auf............

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Beitrag von Sandrine » 25.02.2011, 11:12

Oooooooh Gott, war eben mein Komentar über solche Erziehungsmethoden, wie...die Mutter spricht nicht mit mir, oder gibt mir zu verstehen, dass sie mich nicht besonders mag.

Was machen bloß solche Frauen!
Das geht doch überhaupt nicht.
Wie habt ihr als Kinder gelitten. Auch dann noch im erwachsenen Alter so zu denken über seine Kinder!
Da hilft nichts mehr, denn sie werden sich nie ändern.
........und selbst jetzt noch, wo sie mich braucht.
Ist da die Liebe auf der Strecke geblieben? Aber warum?

Auch so ein Unsinn, den Teller immer auszuessen. Son Quatsch.
das ist doch Willkür und Machtausübung.

Aber bei meiner Mutter denke ich auch, ist eine Härte eingetreten, als sich Vater 5 Jahre zur Wehrmacht verpflichtet hatte und sie mit 5 Kindern alleine blieb in der rauen Zeit.
Gerade bei unseren Jungs sauste die flache Hand ins Gesicht. Wir Mädels glaube ich waren davon schon geschockt und gewarnt, ich weiß es nicht.
liebe Grüsse von Sandrine

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Maria*

Beitrag von Maria* » 25.02.2011, 15:45

Natürlich hatten unsere Mütter es auch schwer damals. Wir waren Vier, drei Jungs und ich. Meine drei brüder leben nicht mehr, vielleicht mag meine Mutter mich auch deshalb nicht weil sie ihre drei Jungs immer am meißten mag... :eek:

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Rosenfan
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Beitrag von Rosenfan » 30.03.2011, 17:45

Eltern hatten früher blöde Erziehungsmethoden. :nein: Wochenlang nicht mehr mit dem Kind zu reden ist ja seelische Grausamkeit. Ich kann auch nicht verstehen, wie man sein eigenses Fleisch und Blut nicht lieben kann. :nein: Und wenn ich ein schwieriges Kind habe, dann muss ich das beste daraus machen.
Ich selber habe meine Tochter nie geschlagen, sondern eher ihr ihren Fehler erklärt . Komisch, meine Tochter ist auch in Ordnung. Ich habe mir auch schon öfters anhören müssen, manchmal brauchen die Kinder einen Klaps auf den Po. Naja, manche Kinder tun mir richtig leid, die ohne Liebe und mit so störrischen Eltern aufwachsen müssen.
LG Rosenfan


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Maria*

Beitrag von Maria* » 30.03.2011, 21:23

@Rosenfan
Du hast eine gesunde Einstellung, was Erziehung betrifft. Ich habe es ebenso gemacht, war drei Jahre alleinerziehend und mein Sohn sollte es besser haben als ich damals.
Ich kann heute sagen, daß wir ein gutes Verhältnis zueinander haben. Fast schon freundschaftlich.
Für meine eigene Mutter bin ich nur so was wie ein bezahltes Dienstmädchen. Zuneigung gab es nur als mein Sohn geboren wurde. Aber ich weis heute, daß sie eigentlich nur ihren Enkel wollte, nicht mich. Als ich drei Jahre später meinen Mann kennenlernte, hat sie mich wieder "abgeschoben", weil er ihr nicht passte.
(Meine erste Ehe hielt nur 9 Monate.) :eek:
...jetzt hab ich mich aber wieder verplauscht...aber irgendjemanden braucht man mal zum reden...

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Beitrag von indigo » 30.03.2011, 23:46

Tja @maria (ist doch nicht schlimm), so sind manche Eltern ja heute noch.
Das war nicht nur früher so. Nur früher gab es eben mehr Schläge.
Eine Nichtachtung kann schlimmer sein, wie mal ein Klaps zu bekommen.
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