Ziel: Geschlechterdemokratie / Frauen-& Genderpolitik

Fast die Hälfte aller Erwerbstätigen sind Frauen. Von Gleichberechtigung kann im Arbeitsleben immer noch keine Rede sein. Frauen verdienen weniger und sind häufiger arbeitslos. Und immer noch erfahren Frauen, dass weniger ihr Können als ihr "Aussehen" über die Vergabe von Jobs entscheidet. Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?
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Wölkchen

Ziel: Geschlechterdemokratie / Frauen-& Genderpolitik

Beitrag von Wölkchen » 25.06.2007, 07:35

Pressemitteilung der Friedrich-Ebert-Stiftung vom 22.6.07

Der Jahresbericht 2006 / Perspektiven 2007 zur "Frauenpolitik &
Genderpolitik in der Friedrich-Ebert-Stiftung"
ist online:
http://library.fes.de/pdf-files/frauen/04551.pdf . "Arbeit und
Geld", "Gewalt und Macht", "Emanzipation und Tradition"
sind
einige Begriffspaare, denen Projekte der FES national und
weltweit zugeordnet werden. Sie zeigen auch, wie die FES-
Vorsitzende Anke Fuchs im Vorwort betont, "den weiterhin großen
Handlungsbedarf auf, um Geschlechterdemokratie zu erreichen". Die
Druckversion erhalten Sie bei jutta.lantz@fes.de

"Die Lektüre der Arbeitsberichte zeigt, dass wir hier durchaus einiges bewegen. Die Alltagserfahrung und die aktuellen politischen Debatten, die Frauenpolitik und Genderpolitik allzu leichtfertig der Familienpolitik zuschlagen, zeigen andererseits, wie viel weiterhin zu tun bleibt", so Anke Fuchs in ihrem Vorwort.

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Für junge Frauen ist die Emanzipation selbstverständlich und was mich aufgerüttelt hat, sie sehen weniger Sinn darin, sich zu organiesieren, da ihrer Meinung nach, die Frauen eher in die Rolle der Opfer schlüpfen wenn es um Frauenförderung geht.

Noch habe ich den Bericht nicht vollständig gelesen. Wollte ihn euch aber schon mal vorab reichen, damit ihr nicht auf eine Leseschnecke warten müsst. Es lohnt sich alle Mal, dafür Zeit zu opfern.

Liebe Grüße
Tina

Mujer

Beitrag von Mujer » 21.08.2009, 13:29

Ich finde, unter "Gleichberechtigung" versteht man nur Rechte für Frauen.
Was ist mit Männern?

Sind sie keine Menschen?

ich bin eine Anti-Feministin

http://www.constantin-conrad.de/coco/in ... ippen.html

Tracy

Gleichberechtigung....

Beitrag von Tracy » 28.11.2009, 17:11

@ Mujer, ich denke eher, dass Du ein Mann bist, wobei ich tatsächlich immer wieder Frauen erlebe, welche den Sinn der Gleichberechtigung nicht verstehen.
Ich habe während meines langen Lebens noch nie einen Mann erlebt, der zwei Kinder allein erzogen hat, dabei Vollzeit gearbeitet hat und den Haushalt allein versorgt hat (incl. Fenster putzen und Hausflurreinigung!)
Hier gibt es immer eine Mutter, Freundin usw. welche einen Mann unterstützt. Eine Frau wird niemals unterstützt- oder in einem von 100000 Fällen vielleicht einmal.
Beispiel: in unserem Haus wohnt ein älterer Herr, recht rüstig und fit und ich- schwerbehinderte Frau (GdB von 70) mit Gehbehinderung.
Was glaubt ihr für wen die Nachbarin den Flur putzt? Natürlich- für den Mann!
Männer scheinen es zu wissen, wie man(n) sich vor der Arbeit drückt.

Auf meiner Arbeitsstelle werden Männer auf Führungspositionen gesetzt, welche die Qualifikation dafür gar nicht haben. Die höher qualifizierten Frauen haben das Nachsehen- sie könnten ja schwanger werden.
Sogar eine Klage aufgrund des AGG's nimmt der Arbeitgeber in Kauf (Kosten über 50.000 Euro!)
Soweit zum Thema gleiches Recht ... Frauen haben niemals die gleichen rechte gehabt- schon gar nicht in Deutschland. Wir liegen auf dem vorletzten Platz aller EU Länder, was das Thema Gleichberechtigung betrifft. Noch Fragen?

Mujer

Beitrag von Mujer » 05.01.2010, 13:59

Ich bin eine Frau und liebe Männer. Und denke nicht nur an sich selbst, sonder an diejenigen, die ich liebe, meine liebsten Männer.
Wie hätte ich nur ohne sie gelebt:

- meinen Vater
- meinen Bruder
- meinen Mann
- meine Schwager

:male: + :female:

Vicky

Beitrag von Vicky » 10.01.2010, 19:44

Bei aller Liebe, aber Liebe zu Männern reicht nicht.

Es könnte alles sehr einfach sein, wenn Männer und Frauen sich gegenseitig als Menschen akzeptieren und nicht als Buh-Männer oder Buh-Frauen.
Ohne eine der Beiden geht es zur Zeit jedenfalls nicht.
Warum ist es nun in vielen Kulturen so, (und machen wir uns nichts vor, auch heute in unserer,) dass Männer die Frauen als weniger wert ansehen.
Und sie sind auch an allen Ungemach schuld.
Die Kirche gibt Männern die Begründung . Eva ist die, die das Unglück gebracht hat, sodass wir aus dem Paradies vertrieben wurden.

Da plötzlich ist der Mann schwach und verfällt unschuldig natürlich den Verführungskünsten einer Frau.
Über die Praktiken von strenggläubigen Muslimen will ich jatzt gar nichts sagen, nur soviel. Als Beispiel, die Beschneidung der Frau.
Ist Gott oder Allah denn ein "Stümper" ? Ich gehe davon aus, dass Gott alles perfekt gemacht hat und mit welchem Recht unterstellen Menschen Gott Fehler, indem sie meinen, Frauen von der göttlichen Schöpfung gemacht, verstümmeln zu müssen ?

Haben Männer etwa Angst vor den Frauen, dass die vllt.doch klüger und überlebensfähiger sein könnten, als sie, die Männer ?
Alle Rituale nur gut zum Machterhalt der Männer über die Frauen ?
Ich denke, dass es um Macht geht. Was immer man darunter versteht.

In uralten Kulturen, die es heute so nicht mehr gibt, gab es meistens eine Göttin, die die höchste Macht hatte.
Warum? Weil die Frauen in der Lage sind, Kinder zu gebären.
Welchen Anteil die Männer daran haben, war möglicherweise Männern gar nicht bewusst und als sie es herausfanden, fingen sie an, sich für wertvoller zu halten als die Frau.
Sie waren die, die den Samen spendeten,die Frauen nur noch ein Gefäß für den Nachwuchs.
Das die weiblichen Eizellen unbedingt nötig sind, ist inzwischen ja bekannt, aber Männer sind sehr langsam im Umdenken und lieben ihre Position in der Welt.

Die geben freiwillig ihre Stellung im Machtgefüge nicht ab. Das müssten sie auch nicht, sie könnten ja gerecht teilen................

Also mal ein paar Gedanken, warum es überhaupt ein Thema geben kann, was da heißt:
Gleichberechtigung im Arbeitsleben.

Rose
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Beitrag von Rose » 20.01.2010, 18:35

:/ Ich habe mich in der letzten Zeit mal mit Frauen unterhalten da habe ich nur gehört das es den Frauen egal ist im Arbeitsleben und zu Hause mit der Gleichberechtigung auch heute noch hatte ich ein Gespräch ist ihr egal.20.01.2010.Gabi

Vicky

Beitrag von Vicky » 21.01.2010, 20:02

Hallo Rose,

meinst Du, dass es einen Trend gibt, wo die Frauen sagen,mir ist es egal, was für Rechte ich außer den Pflichten noch habe ?
Ich meine, die Frauen, mit denen Du geredet hast, reichen die, um so einen Schluss zu ziehen ?

Um nochmal auf Mujer zu kommen.
Frauen, die wollen, dass sie genausoviel wert sind, wie Männer....
was sind die Deiner Ansicht nach ?
Es wäre an der Zeit, dass die Männer endlich mal anfangen, sich auch zu emanzipieren. Das heißt, sie sollten sich endlich mal klar drüber werden, dass sie nicht uneingeschränkt Macht ausüben dürfen und zwar über Frauen.
Sie sind weder klüger noch besser, als Frauen. Sie sind einfach nur alle zusammen Menschen.

Rose
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Beitrag von Rose » 22.01.2010, 18:15

@Vicky Sagen wir mal so ich habe eigentlich eine Meinung keine Frau soll Macht über einen Mann haben und kein Mann soll Macht über eine Frau.Ich kann dieses Wort ehrlich gesagt nicht mehr hören ist mir egal. :nein: Ich finde Geichberechtigung fängt doch auch da,wie zu Hause.Der Mann kann doch auch kochen oder!Ich gehe zum zb nur Teilzeitarbeiten,aber wenn mal ein Schrank gekauft werden soll ,kann ich doch als Frau auch bezahlen was ich auch gemacht habe.Arbeitsleben da werde ich (wir Frauen )genauso gut sein können wie Männer in manchen Berufen,aber da werden viele Frauen immer noch schlecht drin bezahlt als Männer und beide haben den gleichen Job.Gleichberechtigung ist ein gr Thema,aber wir sind alles nur Menschen.Gabi :help:

Vicky

Beitrag von Vicky » 26.01.2010, 18:42

Siehst Du, Rose

genau darauf wollte ich auch hinaus.
Wir sind Menschen und nur das sollte zählen, nicht das Geschlecht.

Ich weiß nicht, wieso Männer denken, dass sie mehr wert seien, als Frauen.
Besonders auffällig ist das in anderen Kulturen, den Muslimen z.B.
Wenn man mal bedenkt, dass alle Embryonen am Anfang einer Schwangerschaft Mädchen sind, könnte man doch denken, dass die Natur Mädchen für lebensfähiger hält als Männer .
Männer werden sie ,weil irgendwann ein Y-Chromosom dafür sorgt.
Wenn es nicht so ungerecht wäre und eben auch in einigen Ecken dieser Welt brutal, könnte man über die Einfalt der Männer lachen.

Aber leider zetteln die immer wieder Kriege an, halten das auch alles für ein superlustiges Spiel und dreschen große Phrasen, um Mitläufer zu bekommen.
Wenns nicht so geht, wie gedacht, dann flennen sie und jammern........
Und es gibt wahrlich viele alberne und gleichzeitig gefährliche Sachen, die die Kerle mit Vorliebe machen.
Könnten die nicht mal ihre Kraft vernünftig einsetzen ?
Es ist auch möglich, dass während der Evolution irgend ein Klecks
eines urzeitlichen Gedächtnisses in den Männern herumschwirrt und das ihnen unbewusst sagt, dass sie eigentlich auch nur Mädchen waren, was die in Angst und Schrecken versetzt...............Naja, mal so einen Gedanken weitergesponnen :D

roxie1812

Beitrag von roxie1812 » 22.02.2010, 18:42

Ich war in mehreren Dienstleistungsberufen tätig und weiß, das unsere männlichen Kollegen mehr Trinkgeld erhalten.

Eine weitere - für mich schmerzliche - Erfahrung war, das von Männern angebotene Dienstleistungen eher angenommen werden, sprich: Männer sind aufgrund dessen immer noch erfolgreicher als Frauen.

Weiter: Frauen in deutschen Vorstandsetagen kann man an einer Hand abzählen

Frauen in der Politik labern nach Vorgabe

marlen

Beitrag von marlen » 22.02.2010, 19:53

Ich bin seit 20 Jahren mit einem kleinen Dienstleistungsunternehmen selbstständig und kann das nicht unterstreichen. Es liegt an den Frauen selbst ! Sie verkaufen sich selbst mit guter Qualifikation oft unter Wert. Sie lassen sich einschüchtern. Ich habe am Anfang auch kleine Brötchen gebacken und festgestellt, daß das nicht zum Erfolg führt. Kein Zickengehabe, aber Selbstsicherheit. Bei Gockelverhalten : Überlegenheit zeigen, betont ruhig bleiben, auch bei verbalen Provokationen. Und natürlich voll im Thema stehen. So habe oft ich den Auftrag bekommen und nicht mein eloquenter Mitbewerber.
Frauen in Vorstandsetagen : Das gleiche Schema: Sie trauen sich nicht. Es gibt im Verhältnis zu der Zahl der Uniabsolventen viel zu wenige, die sich überhaupt bewerben.
Zum Thema Frauen in der Politik : Auf dem Niveau will ich mich nicht äußern ! Schade, das muß hier nicht sein !

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