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Können sich Hunde verlieben? Die Wahrheit über Liebeskummer bei Hunden

  • 12. Aug.
  • 2 Min. Lesezeit
Liebeskummer bei Hunden? Das muss nicht sein.
Hunde können sich verlieben!

Die moderne Dating-Welt filtert potenzielle Partner nach Lieblingsserien oder der Niedlichkeit ihrer Haustiere. Mittlerweile gibt es sogar Online-Dating-Portale für unsere Vierbeiner, um die perfekte „bessere Hälfte“ für Hund oder Katze zu finden. Doch macht das biologisch überhaupt Sinn? Können Tiere echte Romantik empfinden?


Herzschmerz auf vier Pfoten: Ja, Hunde können sich verlieben!


Die Antwort ist so niedlich wie herzerweichend: Ja, Hunde können sich verlieben – und unter Liebeskummer leiden. Das bestätigt Dr. Marc Bekoff, Professor für kognitive Ethologie und Tierverhalten an der Universität von Colorado.

Laut Bekoff definieren wir Liebe als eine langfristige, hingebungsvolle Beziehung: Die Tiere suchen nacheinander bei Trennung, sind glücklich beim Wiedersehen, beschützen sich und ziehen gemeinsam Nachwuchs groß. Treffen diese Punkte zu, steht fest: Auch nicht-menschliche Tiere empfinden Liebe.


Das Kuschelhormon Oxytocin: Biologie der Hundeliebe


Genau wie wir Menschen schütten auch Hunde das Bindungshormon Oxytocin aus. Das passiert sowohl beim Treffen auf einen geliebten Artgenossen als auch beim Kuscheln mit dem Herrchen. Positive Beziehungen fühlen sich für Hunde einfach gut an.


Perfektes Team: Zwei Golden Retriever mit ruhigem Blick.
Ein perfektes Team.

Wahre Romanze: Die Liebesgeschichte von Tika und Kobuk


Professor Bekoff erlebte das im eigenen Zuhause. Seine Hündin Tika war ein echtes „Partytier“, bis sie sich in den schüchternen Rüden Kobuk verliebte. Das Hundepärchen zog achtmal Welpen groß und stritt sich zwar um Futter, hielt in der Not aber fest zusammen. Als Tika an einem Tumor erkrankte, wich Kobuk nicht mehr von ihrer Seite und alarmierte das Herrchen bei Verschlimmerung ihres Zustands.


Wenn die Tierseele leidet: Symptome von Liebeskummer bei Hunden


Wo tiefe Liebe existiert, bleibt auch der Schmerz nicht aus. Hunde reagieren auf Zurückweisung genau wie Menschen. Der Verhaltensforscher beobachtete sogar bei wilden Kojoten, dass abgewiesene Tiere richtiggehend niedergeschlagen wirkten und antriebslos isoliert blieben.


Trennungsschmerz und Trauerphasen


Stirbt das Herrchen oder der geliebte Spielgefährte, durchleben Hunde echte Trauerphasen. Sie vermissen die Bezugsperson oder den Partner schmerzhaft.


Hormonchaos: Der liebeskranke Rüde im Frühjahr und Herbst


Nicht nur Verlust, auch die Hormone triggern Liebeskummer. Im Frühjahr und Herbst, wenn Hündinnen läufig werden, verzehren sich Rüden regelrecht nach den Damen. Sie werden rastlos, unruhig, jaulen und verweigern oft das Futter – genau wie ein liebeskranker Mensch.


Quellen: Claudia Borchert und Pexels auf Pixabay


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