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Kühlschrank richtig einräumen: So bleiben Obst, Gemüse, Fleisch & Co. länger frisch

28. März
3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 4 Tagen


Ein vollgepackter Kühlschrank nach dem Wocheneinkauf schenkt ein gutes Gefühl. Doch wer die Lebensmittel einfach wahllos in die Fächer schiebt, riskiert, dass sie schneller verderben, an Aroma verlieren oder der Kühlschrank im schlimmsten Fall zur Keimschleuder wird.

Frisches Obst und Gemuese wie Bananen, Tomaten, Birnen und Blumenkohl
Nicht alle Lebensmittel gehören in den Kühlschrank! Sie verlieren ihr Aroma, werden mehlig oder erleiden unschöne Kälteschäden.

Mit System den Kühlschrank richtig einzuräumen, spart bares Geld, schützt vor Salmonellen und verlängert die Haltbarkeit Ihrer Einkäufe drastisch.


Erfahren Sie in diesem Ratgeber, wie Sie die verschiedenen Kältezonen optimal nutzen, welche Lebensmittel absolut nichts im Kühlschrank zu suchen haben und mit welchen einfachen Hausmitteln Sie unangenehme Gerüche sofort stoppen.


Die goldenen Regeln der Kühlschrank-Hygiene


Bevor es ans Einsortieren geht, steht die Hygiene an erster Stelle. Ausgelaufener Fleischsaft oder Kondenswasser bilden den perfekten Nährboden für Bakterien.


  • Sofort-Reinigung: Beseitigen Sie kleine Missgeschicke oder Auftauwasser immer sofort, damit empfindliche Lebensmittel, die vor dem Verzehr nicht erhitzt werden, nicht mit Salmonellen in Kontakt kommen.


  • Nicht überfüllen: Stopfen Sie die Fächer nicht bis zum Anschlag voll. Wenn zwischen den Produkten kein Platz mehr ist, kann die Luft nicht zirkulieren. Die Folge: Die Kühlleistung sinkt und Lebensmittel verderben schneller. 


  • Gut verpackt ist halb gewonnen: Lagern Sie Wurst, Käse und Reste stets gut verpackt in Frischhaltedosen. Das schützt vor dem Austrocknen und verhindert, dass Milchprodukte fremde Gerüche annehmen. 

Gut verpackt ist halb gewonnen


Kühlschrank richtig einräumen und die Kältezonen nutzen: Was gehört wohin?


In einem herkömmlichen Kühlschrank ist die Temperatur keineswegs überall gleich. Da kalte Luft nach unten sinkt, ist es an der Rückwand und auf der untersten Glasplatte am kältesten. Nach oben hin und in der Tür wird es kontinuierlich wärmer. 


Sortieren Sie Ihre Lebensmittel strategisch nach diesem Temperaturgefälle ein: 


1. Das Gemüsefach (unten: ca. 8–10 °C)

Hier herrschen mildere Temperaturen. Optimal für die meisten heimischen Obst- und Gemüsesorten. Tipp: Lagern Sie Obst und Gemüse am besten getrennt voneinander. 


2. Die unterste Glasplatte (kälteste Zone: ca. 2–3 °C)

Die Zone direkt über dem Gemüsefach ist ideal für extrem leicht verderbliche Waren: 

  • Frischer Fisch und Meeresfrüchte

  • Rohes Fleisch und Hackfleisch

  • Wurstwaren [1]


3. Das mittlere Fach (ca. 4–5 °C)

Hier fühlen sich klassische Milchprodukte wohl: 

  • Joghurt, Quark und Sahne

  • Frischkäse 


4. Das oberste Fach (wärmste Innenzone: ca. 7–9 °C)

Da Wärme nach oben steigt, lagern Sie hier Produkte, die keine eisige Kälte brauchen: [

  • Käse am Stück

  • Geräucherte Waren

  • Zubereitete Speisereste (in fest verschlossenen Behältern, vorher gut abgekühlt) 


5. Die Kühlschranktür (milde Zone: ca. 10–12 °C)

Die Tür wird beim Öffnen am häufigsten warmer Raumluft ausgesetzt. Hier gehören nur unempfindliche Lebensmittel hin: 

  • Butter und Eier

  • Marmelade und Senf/Tuben

  • Getränke und Saucen 


Ein häufiger Fehler bei der Lagerung betrifft Äpfel. Äpfel stossen das natürliche Reifehormon Ethylen aus. Lagert anderes Obst oder Gemüse daneben, verdirbt es rasend schnell. 

Der Trick: Nutzen Sie diesen Effekt gezielt aus! Wenn Sie noch grüne, unreife Bananen oder harte Tomaten schneller essbar machen möchten, legen Sie diese einfach ganz bewusst neben einen Apfel. 


Diese Lebensmittel gehören NIEMALS in den Kühlschrank


Manche Lebensmittel vertragen die Kälte überhaupt nicht. Sie verlieren im Kühlschrank ihr Aroma, werden mehlig oder erleiden unschöne Kälteschäden. Wenn Sie den Kühlschrank richtig einräumen lagern Sie folgende Produkte stattdessen lieber in einer dunklen Vorratskammer, im Keller oder in einer Schale bei Zimmertemperatur: 

  • Exotisches Obst: Bananen, Ananas, Avocados, Mangos, Papayas und Zitrusfrüchte.

  • Kälteempfindliches Gemüse: Tomaten, Gurken, Auberginen, Zucchini, Paprika und grüne Bohnen.

  • Erdeprodukte & Vorräte: Kartoffeln und Kürbis.

  • Trockenwaren: Brot (wird im Kühlschrank trocken und altbacken) und Speiseöl. 


Genial einfach: Natürliche Geruchskiller für den Kühlschrank


Trotz sorgfältiger Verpackung lässt es sich manchmal nicht vermeiden: Der Kühlschrank verströmt beim Öffnen einen unangenehmen Duft. Bevor Sie zu chemischen Reinigern greifen, helfen zwei bewährte Hausmittel, um üble Gerüche komplett zu neutralisieren: 


  1. Kaffeepulver: Stellen Sie eine kleine Schale mit losem Kaffeepulver in den Kühlschrank. Kaffee bindet schlechte Gerüche im Nu und hinterlässt ein zartes, angenehmes Aroma. 

  2. Natron oder Backpulver: Beide Pulver wirken als wahre Geruchskiller. Einfach auf einem kleinen Teller oder in einer offenen Schale im Kühlschrank platzieren, damit das Pulver die Umluft filtern kann. 


Diese Fragen beantwortet der Artikel:


  • Wie verhindert man, dass der Kühlschrank durch austretende Flüssigkeiten oder Auftauwasser zur Keimschleuder wird?


  • Warum führt ein überfüllter Kühlschrank dazu, dass gelagerte Lebensmittel deutlich schneller verderben?


  • Welche Lebensmittel gehören in welche Kältezone, um eine maximale Haltbarkeit zu garantieren?


  • Welche Obst- und Gemüsesorten nehmen im Kühlschrank Kälteschäden an und sollten stattdessen draußen gelagert werden?


  • Wie lässt sich der Reifeprozess von Tomaten oder Bananen durch den gezielten Einsatz von Äpfeln beschleunigen?


  • Mit welchen zwei natürlichen Hausmitteln lassen sich unangenehme Gerüche im Kühlschrank ganz einfach neutralisieren?



Quelle: ua. obx-medizindirekt

Bildquelle: Petra Hegewald / pixelio.de

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